Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Urkost-Blog zur Urkost des Menschen - einfach, lustvoll und schön! für Februar, 2007.
- Allgemein (255)
- 21.8.2008: Immer froh und immer roh und immer fit und gesund!
- 15.8.2008: Die heilende Kraft der Sonne gerade auch zur VERHINDERUNG von Krebs
- 13.8.2008: Drups der Ölpalme - überraschend bezaubernd und nahrhaft von Orkos
- 11.8.2008: Fotos, die auch beglücken können
- 8.8.2008: Urkost - immer eine exzellente Wahl - sie gibt Kraft und Lebensfreude
- 4.8.2008: „Operation Gomorrha“ - ein Sommer vor 65 Jahren in Hamburg
- 2.8.2008: Wegwarten - sie erfreuen uns im Sommer
- 2.8.2008: Gardasil - umstrittene HPV-Impfung verursacht Lähmung?
- 1.8.2008: GlaxoSmithKline: Zwölf Babies in Argentinien durch Impfversuche getötet
- 25.7.2008: 'Natürlich Leben!' - ab August ganz in Farbe!
Archive für Februar 2007
Eine urköstliche Radreise mit Kind und Kegel durch Deutschland
12.2.2007 von Brigitte.
Dieser wunderbare Bericht wird demnächst in der NL erscheinen:
Die etwas andere Mutter-Kind Kur
Eine urköstliche Radreise mit Kind und Kegel durch Deutschland
Im letzten Sommer habe ich mit meiner Tochter eine Radreise zu meinen Eltern gemacht. Eigentlich war mein Traum, einmal den Jakobsweg zu laufen, doch mit Paula, die gerade 3 Jahre alt geworden war, schien mir das nicht möglich. Ich hatte keine Lust, sie 50 Kilometer jeden Tag zu tragen. Eine Radreise war auch nicht akzeptabel, da die Radwege entlang des Jakobsweges nicht besonders familienfreundlich sind. Also entschied ich mich für meinen persönlichen Pilgerweg und zwar zu meinen Eltern. Entlang der Flüsse Weser und Werra radelte ich zu meinen eigenen Quellen. Ein halbes Jahr war ich mit den Vorbereitungen beschäftigt gewesen. Nach drei Wochen Fahrzeit und 876 Kilometern kamen wir in Dillstädt in Thüringen an. Mir gefiel der Gedanke nicht, anders als mit dem Rad zurückzufahren und so beschlossen wir nach dreiwöchigem Urlaub bei Oma und Opa mit dem Rad nach Hamburg zurückzufahren. Die Rückreise war also sehr spontan, aber es hat alles wunderbar geklappt. Die Reise war insgesamt 1700 Kilometer lang und das schönste Abenteuer meines Lebens. Mir hat am besten gefallen, dass ich merkte, dass ich nur sehr wenig Materielles brauche und mich einfach auf den Tag freuen kann ohne Haushalt und ohne Verpflichtungen. Es war wunderschön, so viele interessante Menschen zu treffen. Oft wurden wir bewundert, weil wir zwei Frauen allein unterwegs waren. Doch ich fand das nicht mutig. Für mich war es notwendig, allein zu reisen. Ich brauchte eine Pilgerreise zu mir selbst, um mir klar zu werden, was mir wichtig ist. Ich war neugierig, an wen ich während dieser Zeit denken würde. Es hat meiner Familie sehr gut getan. Mein Mann und ich sind seit dieser Tour viel glücklicher und wissen uns viel mehr zu schätzen. Wenn er dabei gewesen wäre, hätte es nur selten Gespräche mit Menschen am Wegesrand gegeben. Denn, wer stört schon gerne eine Familie? Mir hat es gut gefallen, dass ich so nah an der Natur war. Nie zuvor war ich so viel draußen gewesen. Nie hatte ich ein besseres Gefühl für den Tag und das Wetter. Anhand eines Interviews mit Paula möchte ich zeigen, dass diese Art zu reisen auch eine Alternative für einen Urlaub ist und jede Mama sich das zutrauen kann.
… und das Interview und alles andere lest Ihr bitte in der nächsten “Natürlich Leben!”
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Endlich lebe ich das, was ich schon lange kapiert habe
12.2.2007 von Brigitte.
Dieser bezaubernde Leserbrief erreichte mich heute und versüßte mir den Start in den Morgen:
Hallo Brigitte, es freut Dich vielleicht zu hören, dass ich der Urkost wieder ein ganzes Stück näher gekommen bin. Ich habe die letzten Tage immer eine große Schale Wildpflanzen gesammelt, und bin gelaufen. Resultat; die quälenden Appetitgefühle, die mich immer wieder haben Kochkost futtern lassen, sind deutlich geringer. Zeitweise sind sie sogar ganz verschwunden. Dazu bin ich einigermaßen fit, und fühle mich sehr entspannt und ausgeglichen. Im stömenden Regen war ich heute unterwegs, nur um ein paar Brommbeerblätter, Schafgarbe, Gras, und Spitzwegerich zu bekommen. Ach ja, etwas Vogelmiere war auch dabei. Morgen werde ich mir Gummistiefel und ein Regencape kaufen, damit ich bei so’nem Schietwetter auch rumlaufen kann, ohne, dass der Regenschirm wegfliegt. Klingt doch gut, oder? Auch wenn Du jetzt wahrscheinlich vor Langeweile zu gähnen anfängst. Tja, manche haben’s halt schnell begriffen, können es aber dann trotzdem eine ganze Zeit lang nicht leben.
Aber: Was lange währt… Gruß Andreas
Langweilen? Ich könnte Dich vor Freude knutschen, lieber Andreas - und ich weiß: Jetzt wirst Du es schaffen, mein Lieber.
Ja - so ist es recht, nehmt eure Beine in die Hand und lauft. Lauft für Eure Gesundheit, Euer Wohlbefinden, macht noch euer tägliches Urtraining dazu, esst JEDEN Tag Eure WILDpflanzen - und Ihr werdet sehen, dass Kochkost einfach nicht mehr interessant ist, weil sie 1. mit der bezaubernden Vielfalt unserer Frischkost einfach mit mithalten kann … und weil nach und nach die Hungergeühle verschwinden, wenn ihr die Wildpflanzen und die Urkost genüsslich und langsam esst, gründlich kaut und dann erst schluckt. Ich wünsche Dir eine gute und spannende Zeit mit der Urmethodik. Bussi - Deine Brigitte
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Maika Lindemann: Warum ich keine Kochkost mehr esse
10.2.2007 von Brigitte.
Dieser Bericht eines urköstlichen Anfangs erreichte mich:
Inzwischen sind es etwa 1 Jahr und 2 Monate, seit ich zum ersten Mal auf diese Lebensweise stieß. Vorher wäre ich nie auf so was gekommen. Was seitdem alles passiert ist …das hätte ich mir wirklich nie zu träumen gewagt. Wie mein Körper sich verändert hat … was mir täglich aufs Neue für Gedanken kommen, was ich nun “sehe” und fühle … FROHKOST (Urkost) macht einen wirklich sehr viel feinfühliger. Heute z.B. macht mir ein starker kalter Wind, der Winter überhaupt nix aus. Ganz im Gegenteil. Ich genieße die Luft, besseren Sauerstoff kann man doch gar nicht bekommen. Ich fühle mich eins mit der Natur. Manchmal komme ich nach Hause und bin so aufgewärmt, (ich habe inzwischen eine sehr gute Durchblutung), dass ich keinen dicken Pulli brauche. Ich sitze im T-Shirt da. Und meine Familie schüttelt den Kopf und begreift nicht, dass man bei einer guten Durchblutung eben nicht friert. Dass ich nun eben 100% Urkost lebe, das ist kein Problem. Es stört niemanden. Ist ja auch meine Sache. Und ich weiß jetzt ganz genau und sicher, dass ich diesen Weg wirklich für immer gehe. Es ist mein Weg. Ich fühle mich von Tag zu Tag freier, beweglicher. Wenn ich morgens aufwache, fühle ich mich so geschmeidig. Das kann ich gar nicht beschreiben. Es ist wirklich unglaublich, wie Salz und Getreide etc. den Körper irgendwie “einschränken”. Das macht alles irgendwie…so fest. Aber ohne das ist es für mich die Befreiung pur. Mir war nie bewusst, mit welchen Dingen man den Körper zugestopft hat. Vor allem das Salz, das wie ich gemerkt habe, in Unmengen in den meisten Lebensmitteln vorkommt, auf den zweiten Blick. Ich habe meine Zeit gebraucht, um über 21 Jahre feste Gewohnheiten zu erneuern. Und dafür finde ich etwas mehr als 1 Jahr gar nicht so schlecht. Wenn ich noch einmal was anderes gegessen habe, konnte ich das nur nachmittags. Morgens, mittags und abends war FROHKOST schon seit längerem Standard. Alles andere würde mir gar nicht gut bekommen. Und selbst nachmittags musste ich dann vorher und nachher etwas Obst essen. Ansonsten hatte ich gleich Kopfschmerzen und ich fühlte mich gleich irgendwie…durstig, ausgetrocknet. Und wenn es an einem Tag 2-3 Scheiben Brot mit Käse und Ketchup oder so waren, am nächsten Tag hatte ich teilweise mehr als 1kg mehr auf der Waage. Für meinen Körper ist es eben mittlerweile “Gift” und er lagert sofort Wasser ein, um das Zeug irgendwie abzuschotten. Letztes Wochenende hatte ich Geburtstag und was ich sonst ja absolut nicht tue, aber an diesem Tag aß ich Mittag, Kaffee und Kuchen und Abendbrot ein bisschen mit meiner Familie mit. Und abends ging es mir so schlecht. Ich habe mich wie ein Schwamm gefühlt, der sich immer mehr vollsaugt. Am nächsten Tag wog ich 2kg mehr. Wie ich mich an diesem Abend und am nächsten morgen gefühlt habe, das werde ich nie vergessen. Und ich habe mir geschworen, da ich längst von all diesen Dingen los bin, mein Körper hat kein Gefühl mehr für etwas anderes als FROHKOST. Dass dieses Erlebnis das letzte dieser Art war. Und ich es jetzt endgültig ganz und komplett aufgebe. Manchmal braucht man wohl erst so ein Schockerlebnis. Für mich war es gut. Denn nun weiß ich, was ich will und dass alles andere vorbei ist. Nach 2 Tagen Obst und Wasser waren die 2kg sofort wieder weg. Aber sobald ich etwas anderes aß, hatte ich immer sofort Herzrasen, bzw. mein Herz schlug aber deutlich schneller; und ich fühlte mich benebelt, mit leichten Kopfschmerzen. Da habe ich gedacht: “Nee, also, das ist es nicht Wert! Das war` s!” Ansonsten fühle ich mich mit FROHKOST nämlich immer wunderbar. So lebendig, wie noch nie zuvor. Ich kann nun Dinge “sehen” und verstehen, die andere überhaupt nicht wahrnehmen. Aber das habe ich früher auch nicht, als ich noch mit Zucker, Fleisch, Milch, Eiern, Salz etc. zugedrönt war. Es geht hier um noch viel mehr, als diese Quälereien. Darum will ich nichts schlecht reden, und ich akzeptiere jeden, wie er leben will. Ich habe meine Befreiung gefunden. Inzwischen wird mir schon bei dem Gedanken an Süßigkeiten oder eine deftige Mahlzeit schlecht. Es gibt unzählige “Lebensmittel” und Mahlzeiten. Doch im Grunde gibt es nur die Komponenten: ZUCKER - SALZ - FETT- ALKOHOLISCHE GÄRUNG(GETREIDE) - ANGEWÖHNTE CHEMIKALIEN Habe ich für mich rausgefunden. Die letzten beiden sind nur Gewöhnung …
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr in der nächsten “Natürlich Leben!”
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Urkost und Bewegung bei jedem Wetter
9.2.2007 von Brigitte.
Heute waren die Brombeerblätter voller Eis und Schnee. Aber zu Hause angekommen, waren sie wieder knackig frisch und lecker. Der Blick beim Urtraining im Wald nach oben war auch schön:
Es ist soooo wichtig bei jedem Wetter sich draußen zu bewegen. Eine gute seelische, geistige und körperliche Weiterentwicklung ist nur mit täglicher Bewegung, dem Urtraining, möglich. 
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Urkost - bezaubernde Vielfalt jeden Tag
8.2.2007 von Brigitte.
Diese Köstlichkeiten servierte meine Lauri (14 Jahre) uns dieser Tage zum Abendessen und wir freuen uns jeden Tag aufs Neue wieder über die Vielfalt unserer pflanzlichen Kost.
Kommt ruhig ein bisserl näher …
Für jeden ist etwas dabei, etwas Süßes, etwas Fruchtiges, etwas Pikantes und etwas Fettreiches. Und natürlich IMMER wildes Grün. Zu jeder Mahlzeit.
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Tandemstillmütter - die letzten und wahren Heldinnen unserer Zeit
6.2.2007 von Brigitte.
Sonja ist seit vielen Jahren tandemstillende Mutter. Hier nun ein Exklusiv-Interview mit den beiden Kindern. Die ganze Story in der Aprilausgabe der “Natürlich Leben”!
Freut Euch drauf!
Justin:
- „Wie lange möchtest du stillen?“ Er: „Heute, morgen, übermorgen … bis ich groß bin.
Oder wenn noch ein Baby kommt, dann will ich nicht mehr.“ (Er ist z.Zt. sehr auf Babys fixiert …)
- „Was findest du toll, wenn du an der Brust trinkst?“ „Die Milch. Sie schmeckt süß.“
- „Wann brauchst du die Brust?“ „Wenn ich traurig bin, immer. Wenn ich wütend oder sauer bin, auch.“
- „Geht es dir danach besser?“ „Ja.“ „Warum?“ „Das weiß ich nicht, das sagt mein Körper.“
- „Brauchst du die Brust wegen der Milch oder weil sie dir ein gutes Gefühl gibt?“ „Gutes Gefühl.“
Jessica:
- „Findest du die Brust gut oder nicht?“ „Doch, gut.“
- „Was gefällt dir am Stillen? Die Milch oder das schöne Gefühl?“ „Schönes Gefühl.“ „Die Milch auch?“ „Ja.“
- „Freust du dich, wenn der Justin mittrinkt?“ „Ja.“
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Johannisbrot, Oliven und Safus - Köstlichkeiten, die sich erst nach und nach erschließen
5.2.2007 von Brigitte.
Heute kam ein Päckchen von einer lieben Urkostanfängerin mit diesen Köstlichkeiten.
Ein Fest für unsere Geschmackssinne! Danke.
Oliven munden uns vorzüglich, sie gehören mit zu den vollständigsten und wertvollsten Fettfrüchten überhaupt.
Unsere Ella verspeist sie in rauhen Massen am liebsten zusammen mit Blumenkohl oder Brokkoli.
Johannisbrot, welches man auch bei Orkos kaufen kann, wie die Oliven, passt übrigens gut zum gerade gemachten Eintrag über Silicium, weil es dies auch enthält, aber auch Magnesium, Kalzium, Phosphor und andere Mineralien, die wichtig für ein gutes Knochen- und Zahnwachstum ist.
Seht selbst, wie gut Ihr das alles tut. Eine Haut und strahlende Augen wie aus dem Bilderbuch, oder?
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Eines von vielen Spurenelementen: Silicium ist wichtig für Haut und Haar
5.2.2007 von Brigitte.
Da plappern unwissende Hühner neuerdings wieder munter und falsch vor sich hin und vermuten, dass das dünne Haar von der “veganen Rohkost” käme und die “Speicher einfach leer” seien.
Die dümmliche Therapie lautet natürlich: Fleisch fressen!
Oh, Ihr kleinen Dummerchen, wie fehlgeleitet kann man nur sein? Ihr glaubt wohl jeden Unfug der Fleischesserprotagonisten und ekelt Euch vor nichts, gell?
Also ganz langsam für Euch zum Mitschreiben: Gesundes, starkes Haar braucht den richtigen Aufbaustoff von innen, nämlich Silicium, welches in der Kieselsäure enthalten ist.
Viele Frauen haben das Problem der dünnen Haare, aber wir Urmethodiker nicht, weil wir genügend Kieselsäure durch die Urkost in uns aufnehmen.
Ganz viel Kieselsäure ist enthalten in:
Gartenkresse
Spinat
Roten Rüben
Petersilie
Dill
Bananen
Tomaten
Möhren
schwarzen Johannisbeeren
Wenn man dies alles nicht isst und durch falsche Ernährung kann es durchaus zu einem Siliciumdefizit kommen. Und jetzt kommt’s:
Fleisch enthält beispielsweise fast keine Kieselsäure.
Also, Ihr lieben Instinkto-Dummerchen, Ihr wisst, was Ihr zu tun habt, gell?
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Die Vorteile ein Kleinkind zu stillen sind genauso groß wie im Säuglingsalter!
4.2.2007 von Brigitte.
Die Vorteile ein Kleinkind zu stillen sind genauso groß und von der selben Art wie sie für Neugeborene gelten:
Leider gehören die WHO und andere große Organisationen nicht zu den fortschrittlichen Gruppierungen, aber immerhin empfehlen sie für allergische Kinder schon 2jähriges Stillen. Ärzteorganisationen sind der Totalausfall, da kann man schon froh sein, wenn sie den Segen des Stillen jetzt überhaupt anerkennen…
Elisabeth Hormann schreibt:
In traditionellen Kulturen werden Kinder 2-5 Jahre, in weltweitem Durchschnitt 4,2 Jahre gestillt! In solchen Kulturen ist Daumenlutschen unbekannt. Das „natürliche” Abstillalter Aus dem bisher Gesagten ist klar geworden, dass Muttermilch ihre Nahrungs- und immunologischen Werte behält, so lange sie produziert wird. Trotzdem muss die Stillbeziehung irgendwann zur Ende kommen - aber wann? Die Anthropologin Katherina Dettwyler hat versucht, durch kulturvergleichende Studien und durch Vergleiche der Säugetiere untereinander diese Frage in etwa zu beantworten. Ich werde hier auf die Vergleiche der Säugetiere verzichten - obwohl sie hoch interessant und überzeugend sind, und nur kulturenvergleichende Studien berücksichtigen. Auf ihrer Suche nach einem „hominiden Entwurf” (hominide blueprint) für das „natürliche” Abstillalter hat sie verschiedene Kriterien angeschaut:
Nach keinem der Kriterien würde ein Kind unter 2,3 Jahren abgestillt und die Grenzen reichen bis 6 Jahre für Mädchen und 7 Jahre für Jungen. Sechs Jahre übrigens ist der Zeitpunkt, wann das eigene Immunsystem des Kindes reif und eigenständig wird. Bis zu diesem Punkt, schreibt Dr. Dettwyler, können die Lymphokine in der Muttermilch die aktive Immunantwort - sowohl im Serum als auch sekretorisch - steigern (Dettwyler, 56). Und wenn die Kinder nach fester Nahrung verlangen?
Na, dann aber ran an die guten Sachen!
Dann sollte man täglich frische und saftige Früchte anbieten. Wichtig: Gerade auf die Tropenfrüchte sind wir geeicht. Und Kinder lieben sie sowieso sehr.

Ich schrieb in der Dezemberausgabe 2005 von “Natürlich Leben”einen Artikel zum Stillen von Kleinkindern:
Das naturgemäße Abstillalter
In anderen Kulturen stillten die Mütter länger, und in manchen Gegenden tun sie es auch heute noch. Bis in das frühe zwanzigste Jahrhundert stillten Mütter in China und Japan ihre Kinder bis zum Alter von vier bis fünf Jahren. Katherine A. Dettwyler, eine Anthropologin der Universität von Texas, hat die Kriterien des natürlichen Stillalters beim Menschen untersucht: „Bei dem Versuch, ein “natürliches” Abstillalter, unabhängig von gesellschaftlichen Beeinflussungen, zu bestimmen, erforschte sie, was über das Abstillalter bei Primaten und anderen Säugetieren bekannt ist (1994). Basierend auf den Kriterien, die zur Bestimmung des natürlichen Abstillalters anderer Säugetiere herangezogen wurden (Gewichtszunahme, das Verhältnis zur Größe des ausgewachsenen Tieres, das Verhältnis zur Tragzeit und zum Alter beim Durchbruch der bleibenden Zähne), berechnete sie, dass das entsprechende Abstillalter beim Menschen zwischen drei und sieben Jahren liegen müsse. Bei vielen Primaten werden die Jungtiere ziemlich genau zum Zeitpunkt des Durchbruchs des ersten bleibenden Backenzahnes abgestillt. Das ist beim Menschen mit ungefähr 5,5 bis 6 Jahren der Fall. Auch das Immunsystem des Kindes ist erst mit ungefähr 6 Jahren ausgereift.“ Aber heutzutage werden Mütter geradezu vom längeren Stillen abgehalten, teils durch subtile kulturelle Beeinflussungen, teils durch ökonomische Zwänge. Und wenn die amerikanische Akademie der Kinderärzte („American Academy of Pedeatrics“) eine Stillzeit von einem Jahr, und Unicef „zwei Jahre und darüber hinaus“ empfehlen, kann ich nur schmunzeln und diese Empfehlungen leider nur als sehr kleinen Schritt in die richtige Richtung sehen. Auch ist der oft zu lesende Nachsatz zum Stillen über die hierzulande übliche Zeitspanne hinaus: „ …wenn Mutter und Kind dies wünschen“, mehr als nur überflüssig. Natürlich wünscht sich ein Kind bis zum Ende der ihm zustehenden Stillzeit gestillt zu werden, wenn man es lässt! Und die Mütter sollten wieder ermutigt werden, dies als natürliches Bedürfnis anzuerkennen und sich dieser wundervollen und zutiefst befriedigenden Aufgabe keinesfalls verweigern.
Literatur:
http://aappolicy.aappublications.org/cgi/content/full/pediatrics;115/2/496%20 http://laleche.org/FAQ/advantagetoddler.html http://www.rabeneltern.org/stillen/wissenswertes/hormann1.shtml
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »