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Für einen Bissen Fleisch …
Mensch! Was tust Du ihnen an?
“Kronen Zeitung” vom 12.06.2007 Seite: 14 Ktn, Morgen
Tierische Opfer VON THOMAS LEITNER
Das Verkehrschaos rund um die Landeshauptstadt (siehe links) forderte tierische Opfer: Ein italienischer Transporter mit 230 Kälbern an Bord steckte zweieinhalb Stunden lang im Stau fest. In brütender Hitze und auf engstem Raum zusammengepfercht mussten die Tiere ausharren, bis die Reise weiter gehen konnte. Dem Fahrtenbuch des Lkw-Fahrers zufolge begann die Tortur für die Tiere in der Nacht auf Montag:
Mit 230 Kälbern an Bord setzte sich der italienische Lkw in Polen in Bewegung. Sein Ziel: Treviso (Italien). Nachdem die jungen Tiere, die auf engstem Raum zusammengepfercht wurden, bereits viele Stunden lang unterwegs waren, geriet der Transporter bei Klagenfurt in den Mega-Stau.
“Vor lauter Hitze haben die Kälber regelrecht gebrüllt”, war eine Autofahrerin, die ebenfalls im Stau steckte besorgt.
Denn die armen Vierbeiner mussten ganze zweieinhalb Stunden lang in der brütender Hitze im Anhänger des Lkw ausharren, bis die ohnedies schlimme Reise endlich weiter gehen konnte. Diese endete für den italienischen Transporter vorerst im Rosental: Nach einem Hinweis über die enormen Qualen der Tiere, die sich teilweise kaum auf den Beinen halten konnten,
“Das ist Tierquälerei!” wurde der Lkw von der Polizei Feistritz gestoppt. Sofort verständigten die Beamten einen Veterinär, der nach einer weiteren langen Stunde - auch er steckte im Stau fest - den Zustand der 230 Milchkälber untersuchen konnte. “Für mich ist das Tierquälerei,” erklärte Tiertransport-Inspektor und Amtstierarzt Werner Petschenig, nachdem er einen Blick in den Anhänger geworfen hatte.
Obwohl die vom italienischen Transporteur angegebenen Fahrzeiten alles andere als glaubhaft erschienen und seine tierische Fracht augenscheinlich unter den Strapazen litt, durfte er seine Reise fortsetzen. Petschenig: “Die Hitze ist ein großes Problem. Geht es nach der EU, dürfen die Transporter aber 28 Stunden lang unterwegs sein.”
BR: Ganz “legale” Tierquälerei also. Man kann gar nicht so viel essen wie man kotzen möchte.