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Unsere täglichen Früchte und Wildpflanzen gib uns heute …
Liebe Leser,
natürlich wisst Ihr längst, dass Brot und Getreide keine adäquaten rohköstlichen Nahrungsmittel sind, aber viele fragen sich oder mich immer mal wieder:
“Aber warum genau ist Getreide eigentlich nicht gut für uns?“
Immer wieder in regelmäßigen Abständen taucht diese Frage an mich oder Franz Konz gerichtet oder aber in unserem Urkostforum auf. Es ist wohl sehr tief in vielen von uns verankert, dass das „täglich Brot“ doch segensreich sein muss - auf keinen Fall jedoch schädlich sein kann. Dass gebackenes Brot keine Urkost ist, leuchtet vielen theoretisch schnell ein – aber es schmeckt doch so gut! Da aber viele Menschen selber erleben, wie sehr Brot sie immer wieder „verschleimt“, verzichten sie auf das „gute Brot“ dann letztendlich gerne. Einige Rohköstler lassen Getreide keimen, weil sie aus Kostengründen darin eine preiswerte Alternative zur Urkost (mit den teuren Importfrüchten) sehen und auch das Weizengras von V. Kulvinskas und seinen Anhängern sehr angepriesen wird.
Doch schauen wir zunächst noch einmal im „Großen Gesundheits-Konz“ nach, was Franz dort im 6. Kapitel mit dem Titel „Einfach essen wie in der Urzeit“ über das Keimen schreibt:
„Warum schlägst Du nicht vor, Biogetreide, Soja- oder Mungobohnen, Alfalfa usw. zu keimen? Dann hätte ich im Winter stets frisches Grün“, fragst Du.
Was Du erhalten würdest, das wäre nur eine Art wertloses Gras. Und das findest Du vitaminreicher auf der Wiese. Keimen ist nichts Natürliches. Die Samen werden in Wasser feucht gehalten und künstlich ohne die Kräfte der Erde zum Sprießen gebracht. Du mußt sie ständig abspülen, es bilden sich nämlich Schimmelpilze mit giftigen Aflatoxinen. Du erkennst: Da ist schon etwas faul. Zudem ist auch das Pflanzeninnere nicht ganz koscher. UrNahrung wird nicht gezüchtet. Sie gedeiht nur naturgerecht im Freien. Erforscht wurde, daß in Wasser gekeimtes Alfalfa (das ist eine Luzerne-Art) den kanzerogenen Giftstoff Convavanin erzeugt.6363b
Die UrzeitTherapie läßt sich nicht auf Halbheiten ein. UrNahrung ist urwüchsig. Und einfach zu nehmen! Obschon: Eigengezogenes, gekeimtes Getreide ist besser als überhaupt kein Grün oder ein von den Landwirtschaftsfabriken vergiftetes. Überdies sind in Sojabohnenkeimen, die nicht blanchiert werden, verdauungserschwerende und leicht giftige Stoffe wie Lektine und Enzymhemmer enthalten. Daran ändert es auch nichts, daß diese Keimlinge ihren Vitamin- und Enzymgehalt innerhalb von 4 - 5 Tagen vervier- bis verfünffachen. Die Kraft kommt hier aus dem Keimvorgang. Von Keimgetreide rate ich deshalb ab, weil die bisher noch nicht entdeckten Lebenskräfte der Pflanze nicht vollständig in ihm vorhanden sein können:
• Weil es sich beim Getreide um eine genetisch veränderte, schwache Kulturpflanze handelt.
• Weil sie nicht in der Mutter Erde, sondern im fremden Milieu von Wasser großgeworden ist. Ihr fehlen genauso viele wesentliche Elemente, wie ein von der Mutter in ein Heim abgeschobenes Kind. Sieh die Dinge alle in ihren großen Zusammenhängen und Du wirst sie richtig sehen können.“
Ja, die Urmethodik lässt sich eben nicht auf Kompromisse ein und deshalb müssen wir auch nicht alle naselang unser Konzept ändern. Die Natur hat alles für uns festgelegt, es muss nur von uns verstanden und akzeptiert werden. Eigentlich alles ganz einfach, oder?
Unser amerikanische Freund und vegane Rohkostpraktiker Frédéric Patenaude führt dazu noch richtig aus:
“Alle wahren Rohköstler lehnen Körnerprodukte ab. Das schließt mit ein: Brot, Pasta, Reis, etc., sogar gekeimtes Getreide. Zwar wandelt der Keimprozess einiges um, das ansonsten viel ungünstiger sich auswirken würde, aber es bleiben doch Stoffe übrig, auf die der menschliche Körper nicht optimal eingestellt ist.
Für die meisten ist das schwer zu verstehen, weil unterbewusst diese “Grundlage der Zivilisation” so stark in unseren Gewohnheiten verankert ist.
Körner sind tatsächlich Vogelfutter, weil Vögel Granivoren (Körnerfresser) sind. Menschen sind Frugivoren (Frucht- und Grünpflanzenesser).
Es gibt viele Gründe, warum Getreide für Menschen ungeeignet ist. Menschen sind biologisch nicht „gemacht“(”designed”) für Körnerfrüchte. Für jede Klasse von Lebewesen auf diesem Planeten hat die Natur die geeignete Nahrung bereitgestellt. Jede Abweichung davon erzeugt alle möglichen Arten von Problemen: Tumore, Psychosen, Depressionen, Allergien, etc.
Eine Maschine wird z.B. mit einer bestimmten Art von Öl gut, mit einer andern schlecht funktionieren. Sie wird verdrecken und ausfallen. Dies ist das Hauptargument gegen Getreide. Alle anderen “wissenschaftlichen” Argumente beschäftigen sich nur mit nebensächlichen Details.
Die Natur stellt für jede Art von Lebewesen die optimale Nahrung bereit. Die Natur ist in diesem Zusammenhang nicht chaotisch. Jede Spezies isst das, wofür sie “designed” ist. Wenn Pferde plötzlich Fleisch essen würden und Löwen wie eine Kuh grasen, wäre dies das Ende von allem.
Getreide hat zuwenig Mineralien, verglichen mit Früchten und grünblättrigem Gemüse. (Verglichen mit Wildpflanzen sowieso! BR).
Es fehlt Getreide u.a. an alkalischen Mineralien wie Kalzium. Getreide ist sehr säurebildend, ja, es ist eine der am meisten säurebildenden Nahrungen. Unsere Physiologie ist überhaupt nicht gut auf die Verdauung von Getreide eingestellt. Viele Granivoren haben eine Art “Extra-Magen”, der ihnen das Zerkleinern der Körner erlaubt. Damit können sie sogar kleine Steinchen in kürzester Zeit pulverisieren. Sie schlucken sogar kleine Steinchen, um bei der Verdauung von Getreide eine Hilfe zu haben. Es wurde schon beobachtet, dass Metallnadeln in Stücken aus dem Verdauungstrakt von jungen Vögeln herauskamen.
Weil Vögel keine Zähne haben, müssen sie solche harten Gegenstände zur Verdauung schlucken. Die Natur hat sie dafür mit einer perfekten “Mahlmaschine” ausgestattet, welche die geschluckten “Mühlsteine” entsprechend verwertet.
Menschen habe keine solche Einrichtung. Dies ist einer der Gründe, warum Getreide nicht für Menschen gedacht ist. Keimung ändert daran wenig. Außerdem ist der Verdauungstrakt von Menschen viel länger als der von Vögeln. Deshalb verweilt Getreide zu lange dort und erzeugt eine Tendenz zur Fermentation.
„Krankheiten“ und Zustände, die durch Getreide hervorgerufen werden:
Erkältung, Grippe, Sinusitis, Bronchitis, Lungenentzündung, Kolitis, Asthma, Allergien, Atembeschwerden, Diabetes, Arthritis, „dickes Blut“, Arteriosklerose, Lähmungen (durch Blutverdickungen), Herzanfälle etc. pp.“
Zu den für uns wichtigen Quellen für Mineralien möchte ich hier noch hinzufügen, dass Sesamsamen, Sonnenblumenkerne, Feigen, alle grünen Gemüse (wie z.B. Brokkoli und Kohl) und natürlich die von uns geschätzten, ja, geliebten Wildpflanzen sehr hohe Kalzium- und überhaupt Mineralienlieferanten sind.
Auch ist die Urform des Getreides wesentlich besser, als das Zuchtgetreide. Urgetreideformen sind z.B. die massenhaft wachsenden Samenstände der Wegericharten oder des Knöterichs, die man im Sommer einfach sammeln und essen oder für den Winter aufbewahren kann. Gezüchtet wurde das Getreide jedoch aus Gräsern. Franz Konz fand heraus, dass sich viele Grassamen bestens essen lassen, wenn man die Grannen abbricht.
Diese schenkt uns die Natur in Massen. Und dazu gratis und frei Haus (oder Garten).
Ist die Natur nicht einfach wunderbar?
Literatur:
Franz Konz: „Der große Gesundheits-Konz“
Frederic Patenaude: „The Raw Secrets: The Raw Vegan Diet in the Real World“