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Archive für 2.2.2009

Jackfrüchte sind gerade im kargen Winter ein echtes Highlight

Dick eingemummelt mit mehreren Lagen, die man dann beim Laufen ablegen kann, genießt man auch so einen kalten, aber klaren Wintertag wie wir ihn gestern hier hatten(witzigerweise fiel in HH kein Schnee, obwohl wir nur 20 km entfernt sind) draußen im Wald:

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Außer den Brombeerblättern findet man Moose, die wunderbar munden und reich an Vitalstoffen sind.
Ich zitiere mich mal selber aus der brandneuen NL:

Schaut euch die prächtigen Rentiere an, die ausgewachsen rund 120 cm hoch und 200 cm lang sowie bis zu 320 kg schwer sind. Im Sommer fressen Rentiere Gräser und Moos. Im Winter graben sie mit den Hufen unter dem Schnee Moos hervor, das ihnen Saft und Kraft gibt. Nach heutiger Auffassung haben sich die Moose und Flechten vor langer Zeit, vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahren, aus Grünalgen der Gezeitenzone entwickelt.
Das älteste Moos-Fossil, das Lebermoos, ist rund 350 Millionen Jahre alt. Weltweit kennt man über 25.000 Moosarten. Wie wenig weiß ich doch von diesen Schätzen der Natur! Auch diese Vielfalt gemahnt zur Ehrfurcht vor der Natur und verpflichtet zur Wahrung der Schöpfung.

Getrocknetes Moos ist in der Lage, viel Wasser aufnehmen zu können. Deswegen hat man es im Mittelalter als Windeln für Babys und zur Säuberung verwendet. Nun, so benutze ich es wie Toilettenpapier, wenn der Darm im Wald beim Laufen oder Urtraining auf Entleerung drängt. Finde ich überhaupt viel angenehmer als Papier, zumal die urköstliche Verdauung kaum Spuren am After hinterlässt.

Moose haben darüber hinaus auch antimikrobielle (fungizide und bakterizide) Wirkung.
Die Ureinwohner Südamerikas haben aus diesem Grund Salben daraus hergestellt und Wunden mit Moos wie ein Pflaster bedeckt. Heute noch wird aus bestimmten Moos-Arten Medizin gewonnen: zum Beispiel gegen Husten und Heiserkeit, bei Magenleiden, Durchfall, Blasenentzündung, Blutungen aller Art und als Anregungsmittel.

In der traditionellen chinesischen Medizin werden rund 40 Moosarten verwendet, etwa gegen Verbrennungen, Ekzeme, Angina und Bronchitis.
Bereits seit dem Altertum nutzten Chinesen und Ägypter Flechten als Heilpflanzen. Dem griechischen Naturforscher und Philosophen Theophrastus von Eresos, dem römischen Arzt Dioskurides und dem römischen Naturphilosophen Plinius Secundus waren Flechten als Heil- und Färbepflanzen wohl bekannt. Wie viel medizinisches Wissen ist vergessen oder unterdrückt worden!

Moose besitzen einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Nährstoffen, das „Irische Moos“ ist reich an Vitamin A, D, E, F und K und enthält viel Jod, Kalzium und Natrium.

Übrigens: Seetang ist auch eine Urpflanze!

Ich bin ein Kind der Nordseeküste, deshalb fahre ich im Winter gerne an die Nordseeküste, wo ich an der herrlichen (Reiz-)Luft zusätzlich zum Moos reichlich Seetang (Kelp) einsammeln kann.

Er ist eine reichhaltige Quelle der Vitamine A, B1, B2, B3, B6, B12, C, E, G, K und S. Er enthält mindestens 28 Mineralien einschließlich aller Spurenelemente. Zusätzlich enthält er große Mengen Jod und versorgt so die Schilddrüse und andere Drüsen. Seetang versorgt die Hypophyse und beeinflusst so den gesamten Körper. Er stimuliert den Stoffwechsel und hilft mit beim Abbau der Ablagerungen in den Arterien, der Galle und den Nieren. Seetang reinigt und stärkt den ganzen Körper und ist sehr gut für die Gesichtsfarbe, die Falten und die Haut.

Na, ist das nicht ein weiterer kostbarer Mo(o)saikstein für uns Urköstler?!”

Wieder zu Hause muss man sich gerade an solchen Tagen wunderbare Köstlichkeiten gönnen. Hier zum Beispiel die Jackfrucht, die wir am Wochenende zu Abend mit Brombeerblättern und Kelp aßen.

Ein Traum! Wer Jackfrucht noch nicht kennt - sie ist ein *Muss* und gehört zu meinen wirklichen Favoriten mit ihrem lieblichen Aroma und ihrer sättigenden Substanz:

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