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Ach herrje – Frau Bischöfin Käßmann - Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt!

Frau Bischöfin, wie konnten Sie nur?

käßmann

Margot Käßmann, 51, ist seit Oktober 2009 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und damit die erste Frau in diesem Amt. Seit 1999 steht die Theologin zudem als Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover vor. Die Mutter von vier Kindern ist geschieden.

Nein, das war kein „Kavaliersdelikt, als Sie Samstag nacht mit 1,54 Promille Alkohol im Blut mit Ihrem Dienstwagen in Hannover eine rote Ampel überquerten , denn in Deutschland sterben jährlich 10 000 Menschen bei Verkehrsunfällen, bei jedem zweiten Unfall war der/die FahrerIn alkoholisiert.

Ca. 30% aller Betriebsunfälle sind alkoholbedingt. Die volkswirtschaftlichen Kosten werden auf 50 bis 80 Milliarden DM geschätzt.

Das Trinken von Alkohol zählt zu den größten gesellschaftlichen Problemen in Deutschland.

Das scheinen Sie selber auch schon erkannt zu haben, denn 2009 stand Alkohol noch auf Ihrer Fastenliste.

„Ich verzichte auf Alkohol“,
sagten Sie damals der Läufer-Internetseite „Achim-Achilles“ – und weiter: „Ich merke auf einmal, wie sehr ein Glas Wein am Abend zur Gewohnheit werden kann.“

Quelle


42.000 Todesfälle sind jährlich in Zusammenhang mit Alkohol zu beklagen. Jede sechste Kündigung in Deutschland erfolgt auf Grund von Alkoholmissbrauch.

Und Ihre sollte dazu gehören, Frau Käßmann!

Denn Sie sind ein sehr sehr schlechtes Vorbild für unsere Jugend.
1,8 bis 2,0 Millionen Kinder müssen laut Schätzungen der Guttempler mit alkoholkranken Eltern leben - und mit solchen Vorbildern!

Alkoholismus

Von Alkoholismus im engeren Sinne sollte man sprechen, wenn eine Person viel trinkt und durch das Trinken in ihrer Lebensführung ernstlich beeinträchtigt ist. […]

2,5 Millionen Menschen in der BRD sind behandlungsbedürftig alkoholkrank (2/3 Männer, 1/3 Frauen, 250000 Jugendliche). 7-10 Millionen Angehörige sind durch Alkoholsucht eines Familienmitglieds betroffen.

Nur 5-10% aller Deutschen sind abstinent, trinken also keinen Alkohol.

Die deutsche Hauptstelle für Suchtgefahren hat das Alkoholproblem als das größte Drogenproblem unserer Gesellschaft bezeichnet. Mit einem pro Kopf Verbrauch von 12,5 Litern Alkohol pro Jahr ist Alkohol die Droge Nr. 1 in Deutschland und wir sind damit trauriger Rekord-Weltmeister!

Sind sie vielleicht überfordert, Frau Käßmann?

Süchtiges Verhalten ergibt sich aus dem Zusammenspiel verschiedenster Faktoren persönlicher, familiärer und gesellschaftlicher Art. Ursache kann die Unzufriedenheit mit einer bestimmten Situation oder Unfähigkeit sein, damit angemessen umzugehen, natürlich auch Einsamkeit und Ängste, Scheidung/Trennung, Verlust von Angehörigen, Freunde etc. Es werden im Lauf der Zeit bestimmte Verhaltensmuster erlernt, mit denen auf konflikthafte oder belastende Situationen ausweichender reagiert wird. Eine instabile Persönlichkeit sucht häufig durch Alkohol seelischen Ausgleich und “Wärme”. Nicht zu unterschätzen sind auch die negativen Vorbildwirkungen in Familie und Gesellschaft, ebenso die aggressiv heile Welt vortäuschende Werbung für Alkoholika.

Ein gutes Vorbild für die Jugend?

Gerade Jugendliche leiden häufig unter dem Gefühl, das Leben bringe ihnen nichts, es sei alles so leer und langweilig, außerdem haben sie oft das Gefühl, daß ihre Leistungen zuwenig anerkannt werden, dazu kommt noch die angespannte Lehrstellensituation; zudem ist für viele der Gruppenzwang ein Auslöser, Alkohol exzessiv zu konsumieren.


Gründe und Motive für Alkoholkrankheit:

Immer wenn Zuwendung, Anerkennung fehlen, die Alltagshektik oder berufliche Anspannung überhandnehmen, wenn Gesprächspartner oder “Kummerbriefkästen” fehlen, sind Menschen in der Gefahr, dies durch Alkoholkonsum oder andere Formen von ausweichendem Verhalten zu kompensieren (auszugleichen): z.B.: Nikotin, Fernsehen, Computerspiele, Eß- und Kaufsucht, Arbeitssucht, Sportsucht, Sexsucht u.ä.

Was ist zu tun? Kinder stark machen…

Es muß auf allen möglichen Ebenen angesetzt werden. Zuerst müßte eine allgemeine gesellschaftliche Diskussion über den Alkoholkonsum beginnen. Solange es heißt, Bier ist Brot, Wein ist Medizin, fehlt das Bewußtsein für die gesundheitliche Schädlichkeit des Alkohols.

Es ist bezeichnend, wieviel in Fernseh-Serien/Filmen getrunken wird. Und Alkoholwerbung muß schlicht verboten werden.

In Familien, wo Kinder aufwachsen, müsste Alkohol schlichtweg verboten sein. Nur durch unser Vorbild machen wie unsere Kinder stark.


Welche Konsequenzen hat ein erhöhter Alkohol-Konsum?

  • · Akute Alkoholvergiftung,
    · Leberentzündung (Hepatitis),
    · Fettleber,
    · Leberzirrhose,
    · Alkoholpsychosen, Delir,
    · Nervenschädigungen, periphere Polyneuropathie,
    · Kehlkopfkrebs,
    · Speiseröhrenkrebs,
    · Bauchspeicheldrüsenkrebs,
    · Magenkrebs,
    · Leberkrebs,
    · Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie), auch mit Herzrhythmusstörungen,
    · Bluthochdruck,
    · Depressionen,
    · alkoholbedingte Demenz (Korsakow-Syndrom),
    · Alkohol-Embryopathie bei Kindern alkoholkranker Mütter;
  • Wie können Sie den Alkoholkonsum kontrollieren?
    Wenn Sie es nicht alleine schaffen …

    ….werden sie Urmethodikerin, Frau Käßmann!

    Sie müssen nur den Mut aufbringen, sich und anderen einzugestehen, dass Sie Mist gebaut haben und Ihr Leben ändern wirklich wollen. Werden Sie Urmethodikerin - dann brauchen Sie keine Suchtmittel mehr.

    Glückliche und gesunde Menschen brauchen keinen Alkohol, sondern verabscheuen ihn.

    Die älteste und bekannteste Organisation sind sicher die Anonymen Alkoholiker . Hier erfahren Sie auch die Anschriften von lokalen Gruppen in Hannover.

    Q.:
    http://www.zum.de/Faecher/kR/BW/wagner/alko1a.htm

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