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Archive für März 2010
Ostern - das Fest der Freude und der Früchte!
17.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Hallo, Ihr lieben Leser der natürlichen und veganen Lebensart,
den grauenhaften Brauch, Hühner in Legebaterien äh .. ach so … heutzutage heißt die Qual ja “Kleingruppenhaltung” … zu foltern und ihnen ihre Fortpflanzungsprodukte zu stehlen, möchte ich hier jetzt nicht näher erläutern, jeder, der lesen und denken kann, weiß längst, wie schändlich und abstrus das ist und auch dies keine wirkliche Verbesserung ist.
Vielmehr ist die “Kleingruppenhaltung” ein Euphemismus für die berüchtigten Legebatterien und somit auch ein Skandalon erster Güte!
Aber es gibt doch Alternativen!
Gestern bekam ich wieder so ein bezauberndes Früchtepaket von Orkos , welches an Köstlichkeit kaum zu überbieten ist.
Und wie Ihr seht, gibt es doch viele schöne Früchte in ovaler Form (Sapoten und Kiwis nicht vergessen, die sind da nicht drauf), die beim lustigen Früchtesuchen am Sonntag morgen sicherlich nicht nur beim Suchen Freude bereiten werden:
Es gibt so viele herrliche Früchte und andere Nahrungsmittel - mit denen man Tierleid verkleinern kann - warum also vergrößern?
Auch hier gibt es viele tolle Früchtchen:
Das fragt sich an diesem schon fast frühlingshaften Morgen sicherlich nicht nur -
Eure Brigitte
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Franz Alt über die längst überfällige Energiewende - immer das Beste wollen
16.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Das PHOENIX.online-Interview mit Franz Alt
Der Journalist und Autor Franz Alt ist einer der bekanntesten und engagiertesten Kämpfer für eine Energiewende. Binnen einer Generation, so sein Credo, könnte Deutschland zu hundert Prozent auf erneuerbare Energien umsteigen. PHOENIX.online sprach mit Franz Alt über die Herausforderungen des Klimawandels, die Chancen für eine neue Politik und über das, was der Einzelne tun kann.
PHOENIX.online: Im Vorwort Ihres Buches heißt es: “Es gibt keine seriösen Ausreden mehr” für den Komplettumstieg auf erneuerbare Energien. Manche werfen Ihnen vor, nicht realistisch zu rechnen, weil der Umstieg nicht komplett und schon gar nicht schnell leistbar ist. Müssen Sie nicht so ehrlich sein, ein paar Begrenzungen, ein paar “Ausreden” noch anzuerkennen?
ALT: Die gibt es nicht mehr. Wir können in 30 Jahren den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energien in Deutschland und Europa gut hinkriegen. Wenn man mir als Journalist vorwirft, ich hätte zu ambitionierte Vorstellungen, dann erinnere ich gerne an einen Realpolitiker – der heißt Obama und sagte Yes we can. Obama beruft sich auf eine Studie von Al Gore in der nachgewiesen wird, dass die USA in zehn Jahren zu hundert Prozent auf erneuerbaren Strom umsteigen könnten. Der Gesamtumstieg dauerte natürlich etwas länger. Aber auch den Stromumstieg halten die deutschen Bedenkenträger für unmöglich. Die Amerikaner werden uns mit ihrem typischen Pragmatismus zeigen, wie das geht. Und dann werden die Bedenkenträger gucken, wo sie bleiben.
PHOENIX.online: Wo blieben sie denn?
ALT: Obama hat in seiner Inaugurationsrede gesagt, die Zyniker und die Bedenkenträger und die Spießer müssen zurücktreten. Und wenn sie es nicht freiwillig tun, werden sie beiseite geschoben. Das ist Realpolitik. Das junge Amerika hofft, dass endlich mal einer umsetzt, was die Alten schon längst hätten machen können.
PHOENIX.online: Mag sein, dass die amerikanische Politik schneller Kehrtwenden fahren kann…
ALT: Das Gleiche gilt in Deutschland. Wir haben ähnlich Voraussetzungen wie die USA: wir haben Windkraft unendlich, wir haben Sonne unendlich und sehr viel Biomasse. Wir könnten die Wasserkraft verdoppeln, wir könnten die Geothermie nutzen, wir könnten die Wellen- und Strömungsenergie der Ozeane nutzen. Wir können Bioghas nutzen, wir können mit Wind und Solar erzeugten Wasserstoff nutzen. Also: Wo ist das Problem? Bei gutem politischen Willen ist in einer Generation der Umstieg auf erneuernare Energien möglich. Alles andere sind schlicht mentale Blockaden. Ausreden und Ideologien.
PHOENIX.online: Man nennt Sie halb spöttisch, halb bedauernd einen unverbesserlichen Optimisten. Stimmt das?
ALT: Erstens empfinde ich das als Lob, denn “Optimist“ heißt, immer das Beste wollen. Viele Deutsche sind Pessimisten, weil sie das Schlechte wollen - nämlich die alte Energiewirtschaft. Unverbesserlich - auch ja. Ich habe einen tiefen Glauben daran, dass das Leben leben und überleben will. Und die einzige Chance zu Überleben ist, dass wir so rasch wie möglich zu hundert Prozent auf erneuerbare Energien umsteigen.
PHOENIX.online: Nochmals die Frage: Ist das realistisch?
ALT: Ich zitiere eine andere Realpolitikerin - die heißt Angela Merkel. Sie sagt, die Energie- und Klimafrage sind die Überlebensfragen der Menschheit. Das stimmt. Die Wissenschaft hat eindeutige Belege, dass der Klimawandel immer dramatischer wird. Wir wissen längst, dass wir weltweit in einer Generation den Umstieg hinkriegen könnten. Ich halte das, was ich vorschlage aufgrund der Dinge, die ich weltweit gesehen habe und von denen ich jeden Tag höre, für realistisch. Und das, was meine Kritiker sagen, halte ich für äußerst ignorant.
PHOENIX.online: Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise tritt das Klimathema in den Hintergrund.
ALT: Die Gefahr sehe ich. Sie zeigt, dass es noch viele Leute gibt, die das Klimaproblem einfach nicht in seiner Tiefe verstehen wollen. Man darf den Zusammenhang zwischen der Finanzkrise und der Klimakrise nicht vergessen. Die Finanzkrise brach aus, als der Ölpreis seinen Höchststand erreicht hatte. Man muss kein Prophet sein um vorauszusagen: die nächste Wirtschaftskrise wird kommen, wenn der Ölpreis über 200 Dollar geklettert ist. Und das wird nicht lange dauern.
PHOENIX.online: Stehen Arbeitsplätze und Prosperität jetzt nicht an erster Stelle?
ALT: Der Unterschied zwischen der jetzigen Wirtschafts- und Finanzkrise und der Klimakrise liegt darin: Zweitere kann in zwei Jahren vorbei sein. Dann sind wir alle etwas ärmer, aber in Deutschland wird kein Mensch daran sterben oder verhundern. Die Klimakrise ist ein Problem für die nächsten tausend Jahre. Wenn wir das Problem nicht lösen, kann es sein, dass künftige Generationen keine Lebensgrundlagen mehr haben. Also müssen wir die richtigen Prioritäten setzen. Viele Menschen denken nicht langfristig und ganzheitlich.
PHOENIX.online: Was gehört denn sofort auf die Agenda?
ALT: Ich halte nicht viel davon, dass nun wieder an einem neuen, internationalen Klimaabkommen gebastelt wird. Bei allen Verhandlungen unter der Ägide der UNO bestimmt immer der Langsamste das Tempo. Meine Hoffnung ruht auf der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA). Dort haben sich 75 Regierungen zusammengeschlossen, die wirklich etwas für den Klimaschutz tun wollen. Dafür müsste ihr natürlich der richtige Chef voranstehen. Das wäre der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer. Nicht jemand, der wie der vorgesehene Kandidat am Tropf der Atomwirtschaft hängt.
PHOENIX.online: Eine Behörde macht noch keinen Klima-Sommer.
ALT: Meine nationale und internationale Erfahrung zeigt: Es muss Vorbilder geben, die die anderen mitziehen. Die Stadt Thübingen setzt sich zum Beispiel nicht nur Klimaziele und Zeitpläne zur Umsetzung, sondern hält sich auch daran. Oder Ostfriesland. Die sonst so belächelten Ostfriesen gewinnen heute 96 Prozent ihres Stroms erneuerbar. Oder Sachsen-Anhalt. Es ist nicht das windreichste Land in Deutschland, sondern hat Verhältnisse wie in Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen. Aber 36 Prozent des Stroms werden über Windräder gewonnen. Bei den anderen drei Ländern sind es 1,5 Prozent. Da können die Bedenkenträger ein Beispiel sehen, was geht, wenn es politisch gewünscht ist. Sachsen-Anhalt hat zudem über 20.000 neue Arbeitsplätze im Bereich Windenergie geschaffen.
PHOENIX.online: Am Beispiel der Solarenergie möchte ich mit Ihnen exemplarisch einige Gegenargumente gegen die erneuerbaren Energien durchexerzieren. Ein bekannter Einwand lautet, die Photovoltaik kostet mehr Energie bei der Herstellung als sie erzeugt.
ALT: Das ist ein ziemlich dummes Argument, das mal vor dreißig Jahren gegolten hat. Ich habe es für unsere Photovoltaikanlage auf dem Dach ausrechnen lassen: 1991 hat die Anlage noch sieben Jahre arbeiten müssen, bis soviel Strom erzeugt war, wie man gebraucht hat, um die Anlage selbst zu produzieren. Als wir 2001 die nächste Anlage installierten, hat uns Siemens ausgerechnet, dass sie nach drei Jahren energetsich amortisiert ist. Die heutigen Anlagen sind nach zwei Jahren soweit, Dünnschichtzellen nach neun Monaten. Wenn man bedenkt, dass man bis zu fünf Mal recyclen kann, haben sie eine Lebensdauer von 200 Jahren. An diesem Beispiel sieht man, welch falsch Propaganda die erneuerbaren Energiene in Deutschland behindert.
PHOENIX.online: Probieren wir ein anderes Argument: Solarstrom ist zwar gut, steht aber nicht immer dort zur Verfügung, wo er gebraucht wird. Man muss ihn also unrentabel transportieren.
ALT: Richtig ist, dass wir neue Netzstrukturen brauchen. Die alten Strukturen sind auf Großkraftwerke ausgerichtet. Die Zukunft sind dezentrale Netzstrukturen. Die Große Koalition hat ein solches Gesetz übrigens eben erst beschlossen. Und das novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht vor, dass jeder, der Solarstrom erzeugt, diesen auch selbst nutzen kann. Man muss also nicht nur einspeisen, wenn man Einspeisevergütung will. Einige Weichen sind bereits in die richtige Richtung gestellt.
PHOENIX.online: In Deutschland scheint die Sonne nicht wirklich üppig. Einige schlagen daher vor, Solarstrom dort zu erzeugen, wo das kein Problem ist: in der Wüste.
ALT: Ich will keinen Strrom aus der Wüste, aus Afrika. Das ist dummes Zeug. Ich will, dass 22 Millionen Dächer in Deutschland zu 22 Millionen kleinen Kraftwerken, die von der Sonne betrieben werden, umgebaut werden. Das ist meine Vision: hier im Land erzeugen.
PHOENIX.online: Das Argument gegen eine Solarstromversorgung lautet: wenn die Sonne nicht scheint, ist es bei mir zuhause zappenduster.
ALT: Wir haben eine typische Übergangssituation. Das EEG ist das weltweit erfolgreichste Gesetz - 47 Länder haben es übernommen. Das EEG sieht vor, dass jeder der Solarstrom betreibt, ihn nicht nur einspeisen kann, sondern auch Strom hat, wenn die Sonne nicht scheint, bzw. kein Licht da ist. Ein objektives Problem ist, dass wir den Solarstrom noch nicht effektiv speichern können. Deshalb ist es gut, dass das öffentliche Netz unser Speicher ist.
PHOENIX.online: Megaprojekten, die z.B. Strom im Weltraum erzeugen wollen, können Sie nichts abgewinnen?
ALT: Weil es immer die großtechnischen Phantasievorstellungen sind. Wir sind gewohnt in Großprojekten zu denken. Meine Vision ist: die Träger der solaren Energierevolution sind Millionen Hausbesitzer, Hundertausende Bauern (über Biomasse und Windräder) und Hundertausende Mittelständler. Eine dezentrale Energieversorgung ist demokratisch. Sie wird nicht von den vier Besatzungsmächten gemacht, die wir heute haben: RWE, E-ON, Vattenfall und EnBW.
PHOENIX.online: Wir sind von bösen Stromriesen okkupiert?
ALT: Deren Zeit läuft ab, weshalb sie ihre Argumente gegen die erneuerbaren Energien propagieren. Deswegen erzählen sie ihren alten Widerstand weiter. Nach dem Motto „Bürger zur Sonne zur Freiheit“ demokratisieren wir die Energieversorgung. Dann sind wir auch nicht mehr so abhängig von Putin oder den Ölscheichs. Ich will, dass dieses Deutschland sich selbst versorgt und frei wird. Heute sind wir zu 80 Prozent von Außen abhängig. Die deutsche Volkswirtschaft schiebt pro Jahr 100 Milliarden Euro ins Ausland. Nicht zuletzt deshalb haben wir Massenarbeitslosigkeit. Hätten wir dieses Geld hier, könnten wir mehr als eine Millionen Arbeitsplätze schaffen. Es gibt auch keine Folgekosten, die uns erdrücken werden. Das ist ein unschlagbarer ökonomischer Vorteil.
PHOENIX.online: Ein weiteres bekanntes Argument ist dieses: mit Solaranlagen und Windrädern verschandeln wir die Landschaft.
ALT: Wer was Neues in die Landschaft stellt, kriegt immer den Vorwurf, er würde die Landschaft verschandeln. Als die ersten Eisenbahnen gebaut wurden, haben die Leute auch gesagt, die Landschaft wird verschandelt. Mit jeder neuen Autobahn wird die Landschaft verschandelt - und trotzdem wird’s gemacht. Als vor 150 Jahren die ersten Windräder in Holland aufgestellt wurden, hat man auch gesagt, die Landschaft wird verschandelt. Heute gilt es als besonders schick, einen alten holländischen Meister zu haben, auf dessen Bild die ersten Windräder, die Windmühlen zu sehen sind. Genauso wird es bei neuen Technologien kommen.
PHOENIX.online: Also Augen zu und durch?
ALT: Richtig ist bei dem Argument: jede Energieerzeugung ist ein Eingriff in eine Landschaft. Das müssen wir als Realisten sehen. Nur die Träumer wollen Landschaften haben, wie sie vor 5000 Jahren waren. Aber zugleich wollen sie Strom haben. Wo soll der herkommen? Ich kenne viele Leute, die sind gegen Atomstrom. Aber wenn ich gegen Atomstrom bin, kann ich seriöser Weise nicht auch noch gegen Windräder sein. Irgendwo muss der Strom herkommen.
PHOENIX.online: Das bedeutet Photovoltaik-Auen?
ALT: Ich kennen einen bayerischen Bauern, der seine Photovoltaik sieben Meter über seinem Acker aufrichtet. Drunter betreibt er herkömmlich Landwirtschaft. Er hat also doppelte Ernte. Er hat begriffen, dass wir nicht alles so wie früher machen können. Das Landschaftsschutzargument ist dasselbe wie vor 150 Jahren gegen die Eisenbahn.
PHOENIX.online: Ist bei der Wasserkraft in Deutschland noch viel zu holen?
ALT: Ja. Wir könnten den Wasserkraftstrom mindestens verdoppeln. Vor hundert Jahren gab es knapp hundertausend kleine Wasserkraftwerke. Davon sind weniger als zehntausend übrig geblieben. Nach dem Motto „Viel Kleinvieh gibt auch Mist“ bin ich dafür, die alte, kleine, dezentrale Wasserkraft wieder auszubauen. Jeder Bauer der es will, muss es - unter Berücksichtigung von Auflagen - können. Die große Wasserkraft ist allerdings ausgereizt. Die kleine wäre aber im Einklang mit der Natur und dem Landschaftsschutz zu reaktivieren. Ein Freund musste dafür 15 Jahre vor Gericht kämpfen - das ist hier das Hauptproblem.
PHOENIX.online: Nennen Sie doch ein Argument gegen die Solarenergie…
ALT: Worüber man nachdenken muss: Da heute der Solarstrom etwa dreimal so teuer ist wie der Windstrom, muss man überlegen, ob man nicht zuerst Windstrom ausbauen müsste, bevor man Solarstrom ausbaut. Beim Solarstrom stehen wir technologisch auf der Stufe, wo wir beim Windstrom im Jahr 1992 waren. Ich finde aber, wir müssen beides tun, denn nur der Mix aus Sonne, Bioenergie, Wind, Wasserkraft, Erdwärme und Strömungs- und Wellenenergie ermöglicht eine hundertprozentige Energiewende.
PHOENIX.online: Was ist mit der Speicherkapazität, Sicherheit?
ALT: In anderen Ländern werden Windräder an Land und auf See gebaut. Irgendwo gibt es immer Wind. Zwischen Skandinavien, Norddeutschland und Holland gewinnen sieben Millionen Menschen ihren Strom über Wind - und die haben immer irgendwo irgendwelchen Wind durch die Kombination. Das ist ein Teil der Lösung des Speicherproblems.
PHOENIX.online: Es geht darum, schreiben Sie, der Natur zurückzugeben, was wir von ihr erhalten haben. Das klingt - mit Verlaub - ein wenig esoterisch.
ALT: Das ist nicht esoterisch, sondern tief religiös und Schöpfungsverantwortlich. Wir verbrennen heute an einem Tag soviel Gas und Öl, wie die Natur in 500.000 Tagen geschaffen hat. In der Relation 1:500.000 verbrennen wir die Zukunft unserer Kinder. Wir führen den dritten Weltkrieg gegen die Natur. Wer heute als Christ an der Bewahrung der Schöpfung interessiert ist, kann gar nicht anders als den hundertprozentigen Umstieg propagieren und leben.
PHOENIX.online: Kritiker weisen darauf hin, dass Klimaschutz etwas ist, das man sich leisten können muss.
ALT: Sie meinen das ökonomisch? Der frühere Chefvolkswirt der Weltbank hat ausgerechnet, dass der Klimaschutz ein Zehntel dessen kostet, was die Klimazerstörung kostet. Im Jahr 2008 wurden 150 Milliarden Dollar in Klimaschutz investiert. Im Jahr 2012 werden wir 800 Milliarden Dollar in Klimaschutz investieren. Das große Kapital hat also begriffen, Investitionen in Klimaschutz sind rentabel. Sie haben Recht: Klimaschutz kostet. Aber kein Klimaschutz kostet die Welt und kostet die Zukunft.
PHOENIX.online: Jeder sieht doch, welche Naturereignisse uns mit immer stärkeren Auswirkungen treffen. Wieso bemühen sich dann die Menschen, verstärkt die positiven Aspekte des Klimawandels zu sehen? Zum Beispiel Weinanbau in Norddeutschland, mehr Sonne im Süden usw…
ALT: Ich weiß nicht, ob wir ausbeuterisch veranlagt sind, aber wir geben uns zumindest so. Wir denken zu kurzsichtig. Das ist nicht ökonomisch im Sinne von “Haushalten“. Die heutige Ökonomie ist selbstzerstörerisch. Das ist der Egoismus, der auch immer in uns steckt. Aber in uns stecken auch altruistische Möglichkeiten, die wir entwickeln können und entwickeln müssen. In glaube nicht, dass sich die Menschheit letztlich selbst zerstören wird. Aber ich fürchte, dass noch furchtbare Katastrophen geschehen müssen, bis wir diese positiven Elemente in uns entdecken.
PHOENIX.online: Bitte sagen Sie doch etwas zu der folgenden These: Eine große Gefahr besteht darin, dass sich die Industrienationen darauf besinnen, dass wir etwas für die Umwelt tun müssen, aber die Ärmsten die nicht mehr revidierbaren Folgen des Klimawandels alleine tragen müssen.
ALT: In dem Augenblick, in welchem wir miteinander sprechen, stehen im Hafen von Dakar im Senegal hunderttausend junge Afrikaner bereit für eine Flucht über ein klappriges Boot - wissend, dass jeder Zehnte absäuft. Es kommen die Umweltflüchtlinge auf uns zu. Die Ursachen für diese Flucht haben aber nicht die Afrikaner selbst geschaffen, sondern wir in den reichen Staaten. Ein Afrikaner verbraucht ein Vierzigstel der Energie gegenüber einem Europäer. Wir sind das Problem, die Armen müssen’s nur ausbaden. Das stimmt leider.
PHOENIX.online: Denken Sie nicht zu pessimistisch, wenn Sie die afrikanische Flut an Europas Grenzen anbranden lassen?
ALT: Wer den Klimaschutz vernachlässigt, wird Klimaflüchtlinge ernten. Das ist ein logisches Gesetz. Die UNO geht davon aus, dass im Jahr 2020 200 Millionen Klimaflüchtlinge auf dem Globus umherirren werden. Und wohin sollen die Afrikaner? Die haben nur Europa. Es gibt keine andere Chance. Sie werden uns in die Kellerlöcher und Speicherfenster dringen und kein Bundeswehrsoldat wird sie aufhalten. Bangladesch liegt nur knapp über dem Meeresspiegel, die Malediven haben die ersten Inseln geräumt. Klimaflüchtlinge werden ein Riesenproblem. Wenn wir nicht den Klimawandel ernster nehmen als bisher.
PHOENIX.online: Angela Merkel startete als Klimakanzlerin…
ALT: Sie war mal Umweltministerin, das hat sie nicht vergessen.
PHOENIX.online: …der Elan scheint aber etwas erschlafft zu sein.
ALT: Den Eindruck habe ich auch. In der Wirtschaftskrise scheint er erschlafft zu sein. Die unsägliche Abwrackprämie ist dafür das beste Beispiel.
PHOENIX.online: Sie sind gegen die „Umweltprämie“?
ALT: Das ist ein Unsinn. Das ist ein Aufleben der Wegwerfgesellschaft. Als Umweltministerin wollte Angela Merkel weg von der Wegwerfgesellschaft, keine Ressourcen mehr verschwenden. Die Prämie ist das größte Förderprogramm für die Wegwerfgesellschaft, das es je gab. Es ist ein katastrophaler Rückfall ins 20. Jahrhundert. Ich kenne Leute, die sich illegal eine Bescheinigung besorgen, dass sie ihr Auto abgewrackt haben. Damit kassieren sie 2.500 Euro und verkaufen ihr Auto nach Tschechien für 8.000 Euro. Da sieht man, was diese Karre noch Wert ist. Es handelt sich nicht um eine Umweltprämie, sondern um eine Umweltzerstörungsprämie.
PHOENIX.online: Sehen Sie denn gar keine positiven Aspekte?
ALT: Obama macht es intelligenter. Er gibt jedem Amerikaner, der ein Elektroauto kauft 5.000 Dollar. Die japanische Regierung hat gerade beschlossen: Jeder, der in Japan ein Elektroauto kauft, bekommt 40 Prozent des Preises vom Staat. Wenn schon Hilfe für die Automobilwirtschaft, dann doch für die zukünftige und nicht für die von Vorvorgestern. Das passt marktwirtschaftlich nicht mehr in die Zeit. Opel mit Steuergeldern zu retten wäre nur verantwortlich, wenn man daraus den ersten grünen Autokonzern machen würde. Aktuell wird Innovation verhindert.
PHOENIX.online: Geht die deutsche Politik insgesamt mit dem Thema Umwelt unverantwortlicher um als noch vor ein paar Jahren?
ALT: Je näher der Wahlkampf kommt, umso populistischer wird argumentiert.
PHOENIX.online: Mit der Bewahrung der Schöpfung kann man auch populistisch umgehen.
ALT: Ja, das ist ein wertkonservatives Thema. Ich bin sicher, dass Politik, Umweltpolitik nur dann erfolgreich ist, wenn sie auch ethisch argumentiert. Technisch allein, das habe auch ich mit meinen vielen Fernsehsendungen und Büchern zu dem Thema gemerkt, verstehen die Menschen nichts. Man muss sie emotional erreichen. Dazu gehört die spirituelle Dimension des Themas. Erst dann begreifen Menschen, die Kinder haben, dass sie eine Veranwortung haben. Die große Aufgabe der Umweltpolitik ist, Ethik und Technik zusammenzubringen. Dann machen die Menschen mit.
PHOENIX.online: Wir werden konkret: Sie dürfen sich eine Maßnahme von der nächsten Bundesregierung wünschen.
ALT: Die FDP fordert in ihrem Wahlprogramm die Abschaffung des EEG. Dieses ist ein weltweit vorbildliches Gesetz. Eine Abschaffung wäre ein Rückschlag für die erneuerbaren Energien nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Ich wünsche mir im Gegenteil, dass das EEG verbessert wird. Dass die Politik neue Netzstrukturen und die Erforschung der Speichertechnologie unterstützt. Für Windräder sollten beispielsweise in Süddeutschland Vorranggebiete geschaffen werden - wo es im Moment die Bebauungspläne verhindern.
PHOENIX.online: Und was wünschen Sie sich von den PHOENIX.online-Usern?
ALT: Ich wünsche mir, dass möglichst viele die Chancen verstehen und nicht nur jammern. Das machen wir Deutsche ja wirklich gerne, Deutschland ist Oberjammergau. Wer sich aber mit der Realität beschäftigt, erkennt die Möglichkeiten im Bereich der Energie. Und dort liegt nun wirklich der Schlüssel für die Zukunft einer Gesellschaft - denn ohne Energie geht gar nichts. Es ist die Überlebensfrage der Menschheit. Jeder kann etwas tun: ich brauche keine Bundesregierung. wenn ich heute aktiv werden will, kann ich mir eine Pelletsheizung in den Keller und eine Solaranlage auf das Dach stellen. Damit kann sich jeder energetisch unabhängig machen. Die Kombination der Solarthermie auf dem Dach und Pellets im Keller ist die Chance schlechthin.
PHOENIX.online: Herr Alt, vielen Dank für das Gespräch.
von Matthias Schöberl (PHOENIX.online)
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Ann Sinnott - Lange stillen – solange das Kind es will – was sonst?
15.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Für uns Urkost-Mütter ist dies keine Frage, denn wir wissen, dass die Urnahrung des Menschen Muttermilch ist - und zwar Menschenmilch und keine Kuhmilch!
Aber auch in anderen Kreisen spricht sich diese einfache Wahrheit immer mehr herum und so freue ich mich, Euch auf das aufregende Buch von Ann Sinnott aus England aufmerksam machen zu können:
Ein Artikel dazu in der Daily Mail
‘An exciting, highly original and carefully researched study of prolonged breastfeeding, discussed in an international context.’
SHEILA KITZINGER, author of numerous books and renowned expert on birth and breastfeeding
(Eine aufregende, hochoriginelle und sorgfältig recherchierte Studie zum Langzeitstillen vor dem Hintergrund eines internationalen Zusammenhangs)
‘At last, a writer who taps into the authentic voice of women who must fight to do what most mothers, since the dawn of time, took for granted. Ann Sinnott addresses the fact that children as well as babies need to breastfeed. She challenges the discrimination and even abuse that their mothers often endure. A stimulating, fact-filled book which will intrigue, enthrall and appall the reader’.
GABRIELLE PALMER, author of ‘The Politics of Breastfeeding – When Breasts Are Bad For Business’
(Endlich eine authentische Stimme der Frauen, die sich das erkämpfen mussten, was Frau seit Urzeiten für selbstverständlich ansahen. Ann Sinnott belegt die Tatsache, dass Babys und Kinder gestillt werden müssen. Sie verweist auf die Diskriminierungen und Misshandlungen, die diese Mütter erleiden müssen. Ein stimulierendes, faktenreiches Buch, welches den Leser bezaubern und auch erschrecken wird.
GABRIELLE PALMER, Autorin von ‘The Politics of Breastfeeding – When Breasts Are Bad For Business’ (Der politische Hintergrund des Stillens - weil Stillen schlecht für die Wirtschaft ist)
‘I welcome ‘Breastfeeding Older Children’. I often talk to mothers who continue to breastfeed their older children but feel under pressure from other people to stop. Ann Sinnott provides valuable support by stating the benefits of sustained breastfeeding, and quoting mothers who have written to her from different parts of the world. She also shows how people who object to sustained breastfeeding have not given her rational justifications for their opposition. This is a unique book.’
NAOMI STADLEN, La Leche League leader and author of ‘What Mothers Do – Especially when it looks like nothing’
(Ich begrüße ‘Stillende Ältere Kinder’. Ich spreche häufig mit Müttern, die fortsetzen, ihre älteren Kinder zu stillen, aber unter dem Druck von anderen Leuten damit aufhören wollen. Ann Sinnott stellt wertvolle Unterstützung zur Verfügung, indem sie die Vorteile des anhaltenden Stillens herausarbeitet und Mütter zitiert, die ihr aus allen Teilen der Welt geschrieben haben. Sie zeigt auch auf, wie Leute, die gegen das anhaltende Stillen protestieren, keine vernünftigen Gründe für ihre Ablehnung benennen können. Das ist ein einzigartiges Buch.)
‘Thought provoking and intriguing…’
PROFESSOR MARIA MASUCCI, Director Archaeology Minor, Dept of Anthropology, Drew University, USA
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Oh - dieser wunderbare Brokkoli - ein Jungbrunnen der besonderen Art!
12.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Mein gestriges Mittagessen: Brokkoli, Goldnesseln, Brombeerblätter, Sternmoos und Paranüsse
Brokkoli - auch: Bröckelkohl - Spargelkohl - Sprossenkohl oder Winterblumenkohl genannt, ist ein tolles Gemüse, welches ich sehr liebe. Es ist so knackig frisch und angenehm zu kauen, am liebsten esse ich ihn zusammen mit ein paar Paranüssen und natürlich zusammen mit viel wildem Grün, im Moment liebe ich die Goldnesseln nach der schneebedeckten Zeit sehr. Da haben die Zähnchen gut zu tun, was ja ihrer Bestimmung gemäß richtig ist und Zahnschäden verhindert.
Brokkoli kannten bereits die alten Römer und auch sie mochten ihn sehr.
“Brokkoli enthält einen großen Happen Chrom. Chrom benötigt unser Körper zum Beispiel, um das Hormon DHEA (Dehydroepiandrosteron) zu produzieren. DHEA wiederum gilt als wahrer Jungbrunnen und Schlankmacher. Es baut Fett ab und Muskeln auf, bremst den Appetit und erhöht die Wirksamkeit unserer Wachstumshormone.
Daher kann man Brokkoli wohl getrost als einen ganz hervorragenden Fettkiller bezeichnen.
Außerdem enthält Brokkoli einen hohen Anteil an Folsäure. Er sollte also besonders bei Frauen, die regelmäßig Medikamente oder die Pille einnehmen oder bei Schwangeren häufig auf dem Speiseplan stehen.
Ganz nebenbei kurbelt Brokkoli - dank der in ihm enthaltenen Senföle - auch noch auf ganz natürliche Weise unsere Verdauung an und fängt dabei unterwegs auch noch gleich freie Radikale, Bakterien, Pilze und Krebszellen ein.”
“Brokkoli enthält noch mehr heilsame Wirkstoffe. Im Gemüse findet sich eine Substanz, die die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützt: Der bereits 1992 entdeckte Wirkstoff Sulforaphan verringert die durch die Strahlung verursachte typische Hautrötung um durchschnittlich 38 Prozent, haben amerikanische Forscher gezeigt. Die Substanz wirkt dabei nicht direkt auf die Strahlung ein, sondern regt die Herstellung bestimmter Eiweißstoffe in den Hautzellen an.
Diese Antioxidantien bekämpfen die durch die Strahlung entstehenden freien Radikale, welche unter anderem das Erbgut schädigen und Krebs verursachen können. Die schützende Wirkung hält mehrere Tage an, berichten die Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore im Fachmagazin PNAS. “
Wer viel Brokkoli isst, senkt zum Beispiel das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken.
In Brokkolie findet sich zudem eine Substanz, welche die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützt.
Die in Brokkoli enthaltenen Mineralstoffe Kalium (entwässert und senkt den Blutdruck), Kalzium (stärkt die Knochen), Eisen (für die Blutbildung) und Zink (für eine schöne Haut) sowie die B-Vitamine B1, B2 und B6, die dabei helfen, Stresssituationen besser zu bewältigen, stärken das Immunsystem.
Ist das nichts?
Jungbrunnen und Schlankmacher sind keine schlechten Zutaten für mein bevorstehendes Fotoshooting.
Brokkoli soll bei folgenden Beschwerden helfen:
Bluthochdruck, Immunschwäche, Abwehrschwäche, Krebs-Geschwüre, Pilzbefall, Fußpilz, Darmparasiten Übergewicht, Fettleibigkeit, Fettsucht (Adipositas)
Und soll folgende therapeutische Eigenschaften haben:
blutdrucksenkend · immunstimmulierend · oxidationshemmend, krebsvorbeugend (antioxidativ) · verdauungsfördernd -
Na ja - wie alles Gemös halt!
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Der Winter kam noch einmal kurz zurück, aber die Sonne wärmte schon tüchtig!
7.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Von wegen Frühlingsgefühle…
Der Winter kam noch einmal mit aller Macht zurück und nicht nur der Osterhase fragte sich:
“Ist denn schon wieder Weihnachten?
Wir haben das Beste daraus gemacht und haben beim Rodeln die herrliche Sonne genossen:
Und heute war es so warm in meinem geschützten Atriumgarten, dass ich ein erstes Sonnenbad nackig genossen habe. Und hinterher gab es ein Schneebad zur Abrundung:
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Urköstlicher Alltag
5.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Ein kleiner Nachtrag zur Sendung “Menschen bei Maischberger”. Dies Foto erreichte mich heute:
Sieht doch ganz harmonisch aus, gell? ![]()
Die wollen alle Urmethodiker werden … ähem…
Nun denn, mich hat mein urköstlicher Alltag längst wieder eingeholt, und ich freue mich darüber, dass der Schnee weg ist und ich wieder an Gundermann, Goldnesseln und die ersten Gierschspitzen komme. Dazu kaufe ich im Bioladen Feldsalat … und Brombeerblätter gibt es eh noch und schon ist eine schöne Auswahl da:
Kommt ruhig ein wenig näher:
es müssen nicht immer Exoten sein, die mein Herz und meinen Magen erfreuen:
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Kartoffeln von BASF - ein weiterer verbrecherischer Eingriff in die Natur
3.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Die EU-Kommisssion hat heute die Gen-Kartoffel Amflora von BASF zugelassen.

Und unsere famose schwarzgelbe Regierung hat angekündigt, nichts dagegen zu unternehmen.
Die besonders stärkehaltige Kartoffel, die eigentlich nur für technische Produkte wie Kleister genutzt werden soll, hat auch eine Zulassung für Tierfutter und Lebensmittel erhalten. Die Industrie geht offensichtlich selbst davon aus, dass der Erdapfel mit Antibiotikaresistenzgen im Kochtopf oder in der Chipstüte landen wird.
Greenpeace fordert Ministerin Aigner auf, umgehend den Anbau in Deutschland zu verbieten. Schreibt Euch die Finger wund - wir brauchen einen Proteststurm!
Erzählt Freunden, Verwandten und Bekannten von dieser Mitmachaktion. Hier findet ihr weitere Info:

Und wer Verbraucherministerin Aigner eine Frage stellen will, kann hier aktiv werden:
Abgeordnetenwatch
Dort gibt es zu dem Thema allerdings schon viele Anfragen und so wurde meine nicht mehr angenommen.
Ich schrieb der Bundeslandwirtschaftsministerin deshalb direkt folgende offene E-mail, die ich auch an die Bundeskanzlerin schickte, weil sie dies wichtige Thema zur “Chefsache” machen müsste.:
Betr.: Amflora von BASF
Sehr geehrte Frau Aigner,
Greenpeace vermeldet, dass Sie als Bundeslandwirtschaftsministerin
angekündigt hätten, nichts gegen die Zulassung der BASF-Kartoffel zu unternehmen.
Ist dies zutreffend?
Ich hoffe nicht, denn folgende Fakten liegen auf dem Tisch:
Durch Pollenflug verbreitet sich unkontrolliert genmanipuliertes Erbgut. Es ist nicht rückholbar und wir können mittlerweile die Folgen der Agro-Gentechnik für Gesundheit, Ernährung und Natur abschätzen - auch die EU könnte dies, wenn sie keine Scheuklappenpolitik betreiben würde und mal über ihren EU-Tellerrand hinweg schauen würde.
Bauern in verschiedenen Bundesländern der USA haben zum Beispiel Klagen gegen Aventis eingereicht, weil ihre Ernte kontaminiert war. Die Firmen StarLink Logistics (Aventis) und Garst Seed (Avanta) sowie vier Lebensmittelproduzenten mussten Millionen US-Dollar Entschädigungen an Verbraucher zahlen, die nach dem Verzehr von StarLink-kontaminierten Produkten über allergische Reaktionen geklagt hatten.
Der Anbau von Gen-Soja hat in Argentinien zu einem Pestizid-Alptraum geführt: Immer mehr Gift muss auf den Feldern versprüht werden. Wirtschaftliche, gesundheitliche und Umweltprobleme sind die Folge. (New Scientist). Der Handel blühte, das Geld floss und bis 2002 war fast die Hälfte des argentinischen anbaufähigen Landes - 11,6 Millionen Hektar - mit Gen-Soja bepflanzt, auch weit über die Pampa hinaus. Bereits in den “goldenen Zeiten” jedoch warnten Wissenschaftler vor den verheerenden Folgen, die jetzt sichtbar werden. Unkrautarten, die gegen Glyphosat resistent sind, verbreiten sich überall auf den Feldern. Die Dosis des giftigen Mittels wird ständig erhöht und neue Herbizide kommen zum Einsatz. Schätzungsweise 150 Millionen Liter Glyphosat wurden allein im Jahr 2003 versprüht. Getreide auf Nachbarfeldern wird durch die Giftwolken zerstört. Menschen leiden an Atemnot und Ausschlag, Vögel bringen missgebildete Junge zur Welt. Auch der Boden leidet unter dem Einsatz des Herbizides: Wichtige Bakterien werden vernichtet und die Erde wird unfruchtbar.
Immer mehr wird deutlich, dass der Traum von der Gen-Soja zum Alptraum für die argentinischen Bauern und die Wirtschaft des Landes wird. dies sollte ein warnendes Beispiel für die Länder, die sich an den Schwellen zum Anbau von Gen-Pflanzen (in diesem Fall: Kartoffeln) befinden, sein! Oder agieren sie mehr nach dem Motto: Augen zu - und durch?
Ich frage mich, ob wirklich niemand von unseren gewählten Politikern die Tragweite erkennen kann, wenn wir zukünftig nicht mehr „nur“ vom Öl der Multis, sondern auch beim Essen von diesen Agro-Konzernen abhängig und auch krank gemacht werden.
Überhaupt scheinen sich „christdemokratische“ und “liberale” Politiker erst in Abhängigkeiten so richtig wohl zu fühlen. Richtig toll ist es wohl erst auf dieser Welt, wenn wir die Chemiegifte nicht nur einnehmen, inhalieren oder uns auf die Haut schmieren. De luxe ist, wenn der Dreck gleich in die Pflanzen eingebaut wird.
Sie könnten die Fakten kennen, denn Greenpeace weist unermüdlich daraufhin, dass z.B. der US-amerikanische Gentech-Konzern Monsanto in den vergangenen Jahren Milliarden ausgegeben hat, um Saatgut-Produzenten aufzukaufen. Und er dominiert inzwischen den Markt für Mais- und Soja-Samen in Nord- und Südamerika sowie in Asien. Monsanto ist nicht der einzige Produzent von Gen-Samen, aber er allein ist für 90 Prozent der angebauten Gen-Pflanzen weltweit verantwortlich. Hauptsächlich (zu 77 Prozent) handelt es sich dabei um Pflanzen, die gegen ein allein von Monsanto selbst produziertes Herbizid resistent sind, das „Roundup-Ready“ heißt. Sein Wirkstoff ist Glyphosat, die auf der ganzen Welt am meisten verkaufte Herbizid-Chemikalie. Der Bauer muss „natürlich“ mit dem Gen-Saatgut das dazugehörige Pestizid von Monsanto erwerben und wird weiter in die Abhängigkeit von Agrarchemikalien getrieben. Der Spritzmitteleinsatz steigt dadurch. Doppelter Profit also!
Ich erwarte Ihren Widerstand dagegen, Frau Aigner, denn Kartoffeln von BASF braucht wirklich kein Mensch.
Oder wollen Sie sich irgendwann einmal von Ihren Kindern fragen lassen:” Warum hast Du denn nichts dagegen getan?”
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Rondholz (stellvertr. Vorsitzende vom “Bund für Gesundheit”)
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Frühlingsgefühle
2.3.2010 von Brigitte Rondholz.
Jetzt ist er e n d l i c h da - jedenfalls der meteorologische Frühling, und mein Herz hüpft vor Freude, ich tanze und singe den ganzen Tag!
Jetzt werden meine Seminare noch mehr Spaß bringen und eine gute Nachricht habe ich für alle, die sich schon mal auf die Warteliste setzen ließen: Im März habe ich noch zwei freie Termine! Also zugreifen und mit mir zusammen den Frühling genießen - oder herbeisehnen!
Vorfrühling
Refr.
Ich hab den Frühling heut gespürt
er roch so gut, hat mich verführt
mit lauer Luft und Sonnenschein
mehr brauch ich nicht zum Glücklichsein!
Die ersten Blumen blühen schon
Im Garten und im Park,
Sie zaubern in der Frühlingszeit
Mit Farben die ich mag.
Die Vögel zwitschern aufgeregt,
bald bauen sie ihr Nest.
Sie sammeln Zweige unentwegt,
und fertig ist’s zum Fest!
Die Sonne scheint viel länger nun
Und lockt uns aus dem Haus,
im Garten gibt es viel zu tun
und Stubenhocken ist ein Graus
Den Schlitten motten wir jetzt ein
Den woll’n wir nicht mehr seh’n,
wir ölen unsere Räder ein,
denn Radfahr’n ist jetzt schön.
Noch ist der Winter nicht passé
die Bäume sind noch kahl,
es gibt sogar noch manchmal Schnee
bis weit hinab ins Tal!
Doch Tag für Tag geht’s jetzt voran,
der Winter muß jetzt geh’n,
bald feiern wir das Osterfest
und das ist wunderschön.
© Brigitte Rondholz
Mich überkommen jedenfalls schon mächtig die Frühlingsgefühle. Der Schnee ist weg und die Wege wurden heute von mir von den Sandresten gereinigt, der Eingangsbereich wurde geschrubbt. He he - das macht Spaß, den Winter auszukehren! Und dann habe ich auch schon mal ein wenig Farbe in den Garten gezaubert, man sagte mir, dass die Primeln heutzutage alle frostfest sind. Ich hoffe es…
Und ein wenig ostervorfreudenmäßig habe ich alles geschmückt vor und im Haus:
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