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Archive für 30.8.2010
Auch in Großstädten kann man sehr gut urköstlich leben!
30.8.2010 von Brigitte Rondholz.
Liebe Freunde,
Immer wieder gerne radle ich am Sonntagmorgen mit lieben Seminargästen nach und durch Hamburg, der - wie ich persönlich finde! - schönsten (Groß-)stadt Deutschlands.So auch gestern. Zuerst starteten wir im Regen (wer wird vor Regen schon kapitulieren?), da war wasserfeste Kleidung angesagt, später erfreute und wärmte uns die Sonne. wir sind halt Glückskinder! ![]()
Hamburg hat mehr Grün, als es sonst in Großstädten üblich ist und die sie durchquerenden Flüsse Elbe und Alster haben ihren ganz besonderen Charme, der sich mir als Kind von der Waterkant natürlich besonders erschließt. Und es ist lehrreich unter dem Gesichtspunkt, wie man auch in der Großstadt urmethodisch leben kann!
Wenn Gäste ursprünglich aus der Instinktoecke kommen und noch entsprechend geschwächt sind (weil sie in manischer Besessenheit Unmengen von irgendwas - sei es Oliven oder Kohlrabi - essen, anstatt eine ausgewogene abwechslungsreiche Kost in vernünftigen Mengen zu sich zu nehmen), mache ich es ihnen auch gerne etwas bequemer und wir überwinden die erste Strecke des Weges mit der Bahn:
Zuerst ging es zum Fischmarkt … äh … nein! Nicht, dass Ihr denkt, damit der ehemalige “Instincto” erst einmal diese wunderbaren filigranen Lebewesen vertilgen konnte, nein, es ist der einzige Platz in Deutschland, wo man die Menschen Sonntagsmorgen gleich kistenweise das Obst wegschleppen sehen kann! Leider verkauft (und verschleudert zu Spottpreisen) “Bananen-Fred” keine BIO-Ware …
Ist aber trotzdem lustig - zum Anschauen
Weiter ging es zur sehenswerten Speicherstadt, wo immer noch viele Drogen, wie Kaffee, Tee und Tabak umgeschlagen werden, aber auch Teppiche und Gewürze etc.
Hier könnt Ihr sehen, wo die reichen Hanseaten zu allen Zeiten gerne ihr Geld anlegten - ähem …
Früher - das Hamburg Rathaus:
Heute in der hoffentlich bald fertig werdenden Elbphilharmonie (sorry für den Tippo heute morgen… autsch …);-) :
… also fuhren wir zur Alster und ließen es uns schmecken:
Endlich wird er richtig satt! Das erreicht man nur, wenn man zu JEDER Mahlzeit wildes Grün verspeist. Hier Beifuß mit Paranüssen:
Auch in der Großstadt findet man hundefreie Winkel!
Der Trick ist, hauptsächlich hochwachsende Wildpflanzen zu sammeln, wie Mädesüß:
Den jetzt blühenden Blutweiderich:
Hochrankende Windengewächse:
Natürlich die mineralienreichen Brennesseln:
Auch seltene Pflanzen wie Wolfstrapp:

Ooops … nicht ins Wasser fallen, um diesen köstlichen Rohrkolben zu ergattern:
Ein Topinambur-Paradies:
Und ich persönlich bin verliebt in die alten und knorrigen Bäume der Alsterauen. Ich will ja auch mal so alt werden - allerdings nicht so knorrig, nun, wir werden sehen und ich werde berichten!
Nun noch ein Bilderrätsel:
Wer kennt diese Pflanze?
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