Roh-veganer Faktencheck: Warum sollte ich eigentlich nicht kochen?

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Liebe Freunde,

immer mal wieder werde ich – auch von kochenden Veganern! – gefragt, warum ich seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr koche.

Hier eine gute Zusammenfassung darüber, was Kochkost so alles anrichtet!

Klick!

Silke Kaier hat es übersetzt aus dem Englischen – klick!

Dazu muss man wissen, dass der Zeitraum, wo die Menschen anfingen, ihre Nahrung durch Kochen zu verändern, noch nicht sehr lange her ist. Viel kürzer, als bislang angenommen. ( Seit einigen Jahren sollen uns allerdings angebliche archäologische Belege der Feuernutzung durch Australopithecinen (4 – 1,5 Millionen Jahre) ebenso wie durch Homo habilis (2,5 – 2 Millionen Jahre) weisgemacht werden.)

Wie auch immer: Wir sollten uns bewusst machen, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, welches die Nahrung, die es in der Natur für alle ja gibt, so brutal und radikal verändert. Und genau da scheint die Wurzel allen Übels zu liegen. Dass sie durch das Kochen und Braten „leichter verdaulich“ wird, wie viele immer noch glauben (s.u.), ist oben sehr schön widerlegt worden und die Praxis von unzähligen Rohköstlern weltweit bestätigt dies.

Einfach von der Hand in den Mund  ist doch viel  genialer!

Hier die neuestes Erkenntnisse zum Beginn dieses sinnlosen Koch-Frevels:

„Die ersten Frühmenschen besiedelten Europa ohne die Hilfe der wärmenden Flammen. Die Herrschaft über das Feuer gelang den Frühmenschen später als bisher angenommen: Sie besiedelten sogar das im Vergleich zu Afrika kalte Europa noch ohne diese Schlüsseltechnologie. Das schließt ein Forscherduo aus einer Bestandsaufnahme der in Europa bisher entdeckten Fundstellen früher menschlicher Aktivitäten. Demnach begannen die Frühmenschen und ihre Verwandten, die Neandertaler, erst vor etwa 400.000 Jahren, Feuer systematisch zu nutzen – alle älteren Funde zeigen keinerlei Hinweise auf gezielt eingesetztes Feuer.

Die Herrschaft über das Feuer gilt als eine Grundlage des Erfolgs des Menschen: Es erzeugt Wärme, Licht, Schutz vor Raubtieren und macht Nahrung (angeblich) leichter verdaulich. Bisher vermuteten viele Experten, dass die Frühmenschen in Afrika schon vor etwa 1,6 Millionen Jahren diesen Effekt nutzten. Vor allem folgende Besiedelung Europas und Asiens sei nur mit Hilfe seiner wärmenden und schützenden Kraft möglich gewesen, so die bislang gängige Ansicht. Die Untersuchung von Paola Villa und Wil Roebroeks lässt nun allerdings vermuten, dass die frühen Menschenformen durchaus in der Lage waren, ohne Feuer in Europa zu überleben – und das sogar über Jahrhundertausende hinweg.

Die Auswertung der Forscher bezog 141 Fundorte in Europa ein. Alle Spuren, die von Experten auf ein Alter von über 400.000 Jahren geschätzt werden, zeigen den Forschern zufolge keine Hinweise auf den systematischen Gebrauch von Feuer. Erst danach finden sich Feuerspuren an Holz, Knochen oder Steinen. Besondere Eigenschaften dieser Funde lassen dabei den Schluss zu, dass es sich nicht um natürliche Feuer gehandelt haben kann, wie sie etwa bei Blitzschlägen oder Vulkanausbrüchen entstehen.

Die Ergebnisse zeigen lauf den Forschern auch, dass der Neandertaler beim Gebrauch von Feuer seinen Verwandten in nichts nachstand. Er nutzte das Feuer offenbar bereits als komplexe Technologie: Es gebe Hinweise, dass die Frühmenschen sogar Rinde in bedeckten Erdlöchern schwelen ließen, um eine Art Pech herzustellen, berichten die Wissenschaftler. Damit verfeinerten sie vermutlich ihre Waffen und Werkzeuge. Wahrscheinlich waren sie auch bereits selber in der Lage, Feuer zu entzünden. Dies sei ein weiterer Mosaikstein, der nicht zu dem immer noch gängigen Bild des Neandertalers als keulenschwingendem Urmenschen passe, sagen die Wissenschaftler.

Der Neandertaler hat sich vor etwa 400,000 bis 500,000 Jahren in Europa entwickelt. Vor etwa 30,000 Jahren verschwand er dann, nachdem der moderne Mensch aus Afrika eingewandert war. Was der entscheidende Nachteil gegenüber den Neuankömmlingen war, bleibt weiter eine offene Frage. Die Feuernutzung kann es laut den aktuellen Ergebnissen wohl nicht gewesen sein – hier unterschieden sich die beiden Menschenformen offenbar nicht grundlegend.“

Paola Villa (University of Colorado, Boulder) und Wil Roebroeks (Leiden University): PNAS, doi: 10.1073/pnas.1018116108

Q.: Bild der Wissenschaft

 

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