Sie lieben Gras? (Keine Angst vor Cellulose)

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Willkommen, bienvenue, welcome im Blog der weltweit führenden Naturkostberaterin

Die Naturmethodik – der geniale und einfache Weg zu Schönheit, Fitness und Gesundheit.
Tiere essen war vorgestern, Milch trinken war gestern und Naturkost essen ist heute!
Liebe Freunde,

Ihr esst gerne Gras? 🙂

Nun, ehe Ihr euch teure Graspressen oder den teuren (Weizengras)-Saft kauft, denkt daran, dass das Gras, welches jetzt wieder überall frisch zu sprießen beginnt, sehr wertvoll und kostbar ist.

Gras ist essbar – nicht nur für Kühe!

    • Gras hat den höchsten Chlorophyllgehalt
    • Alle bekannten Mineralstoffe und Vitamine,
    • Über fünfmal mehr Eisen als Spinat,
    • Über zehnmal mehr Vitamin E
    • Viel Eiweiß,
    • alle essenziellen Aminosäuren
    • und es hat wie alle Wildpflanzen eine hohe Enzymkonzentration, die die DNA-Reparatur fördert – den Alterungsprozess also verlangsamt.

Der Biologe Professor Hagenmaier sagt zu dem wilden Grün und seiner Wichtigkeit:

„Cellulose ist für uns lediglich als Ballaststoff von Interesse. In dieser Funktion ist sie aber besonders wichtig! Zusammen mit Hemicellulose und Pektinen sorgen die Ballaststoffe für die Anregung der Darmperistaltik, eine schnellere Giftausscheidung und durch größere Wasserbindung für einen geschmeidigeren Stuhl.

 

Ein kleiner Anteil von Cellulose wird in unserem Dickdarm aber doch noch verwendet. Unsere Dickdarmbakterien wollen schließlich auch leben. Sie schließen Cellulose mittels ihrer Cellulase auf, vergären die dabei entstehenden Produkte, von denen sie sich ernähren.

 

Das merken wir besonders dann sehr deutlich, wenn wir sehr cellulosereiche Nährstoffe, z. B. Hülsenfrüchte oder bestimmte Kohlsorten, gegessen haben. Es kommt zu einer verstärkten Gasbildung! Als Dankeschön liefern uns die Bakterien Vitamine der B-Gruppe, auch das wichtige B12, wenn auch nur in geringen Mengen.

Wer jetzt voreilig den Schluss zieht und die empfohlene Nahrungsaufnahme von 20 Prozent Wildkräutern für überflüssig hält, irrt jedoch.

 

Die Wildkräuter sind proteinreicher als das meiste Obst, und im Vergleich zu unseren Kulturpflanzen enthalten sie erheblich mehr an wertvollen Inhaltsstoffen.

Vorausgesetzt werden muss, dass man sie mit den Zähnen gut zerkleinert, also lange und gründlich kaut. Für den weiteren Aufschluss der pflanzlichen Zellen sorgen dann Salzsäure und Enzyme, so dass die Inhaltsstoffe freigesetzt und uns dadurch zugänglich werden.

 

Die verbleibende Cellulose aus den Pflanzenzellwänden erfüllt ihre Aufgabe als Ballaststoff und wird schließlich mit den Faeces (dem Kot) wieder ausgeschieden.

 

Es ist von der Natur also höchst sinnvoll eingerichtet, dass wir keine Cellulase besitzen. Hätten wir eine, wäre die Energiegewinnung aus unserer pflanzlichen Nahrung zwar größer, doch mangelt es uns daran meistens nicht.

 

Ein gravierender Nachteil wäre dann aber, dass Cellulose nicht mehr als Ballaststoff zur Verfügung stünde. Weil Ballaststoffe für uns Menschen aber von großer Bedeutung sind, was von allen Seiten immer mehr erkannt wird, wäre ihr Wegfall wenig sinnvoll“

Soweit der Biologe … und wir Praktiker erleben den Segen der Wildpflanzen jeden Tag. Wir haben eine wunderbare Verdauung von angenehmer Konsistenz und angenehmen Geruch wie alle pflanzenfressenden Tieren auch.

  • Kauen, kauen und nochmals kauen!

Die Frischkost gut zu kauen ist also unglaublich wichtig.

Ich schrieb es oft, auch in einem Kapitel meines (leider ausverkauften) Buches:

»Kauen Sie so lange, bis alles verflüssigt ist, ja, kauen Sie sogar Flüssigkeiten«, war das Credo von dem Arzt Horace Fletcher zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wo das gründliche Kauen sehr beliebt war bei allen Gesundheitsreformern, die damals in großer Anzahl und mit beträchtlichem Wissen den Menschen ein verändertes Essverhalten vermitteln wollten.

Es ist eine Tatsache, dass sich durch genüssliches Kauen dauerhaft eine verbesserte Aufnahmefähigkeit und schließlich Verdauung der Nahrung erreichen lassen. Selbst kauen, wie unsere Vorfahren es schon taten, ist »Slow Food« und aufregend, alles in einen Mixer zu geben ist dagegen die »Fast Food«-Variante.

Ich möchte Ihnen die Wichtigkeit des Kauens noch ausführlicher begründen: Kräftiges Kauen regt die Produktion von Speichel an und dieser hat die wichtige Aufgabe, schädliche Säuren zu neutralisieren. Zwar ist pflanzliche Nahrung basisch und produziert nicht die Säuren wie Fleischkochkost, dennoch hat der Speichel auch bei uns seinen natürlichen Sinn. Wenn man Früchte zum Beispiel kräftig mit wilden Blättern verkaut, ist dies für den Früchtegenuss um so besser und wirksamer, wird doch die extreme Süße von Früchten dadurch etwas abgepuffert. Der Speichel sorgt außerdem für die Vorverdauung der Nahrung, denn:

Die Verdauung beginnt im Mund.

30- bis 60-mal oder eine Minute kauen sollte nicht zu viel sein ! Es ist sehr interessant, dass unsere Speicheldrüsen in den ersten Minuten, in denen wir kauen, bis zu 10-mal so viel Speichel produzieren wie in Ruhephasen. Anschließend sinkt die Menge auf immer noch das 3- bis 4-Fache der Speichelproduktion. Außerdem ist dieser Speichel anders zusammengesetzt als der Speichel außerhalb der Kauzeiten: Er kann Säuren viel besser neutralisieren und den Zahnschmelz durch die enthaltenen Mineralien remineralisieren, denn Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die den Zahnschmelz härten und vor der Säure schützen.


MEIN TIPP:
Die Verdauung der Nahrung beginnt im Mund. Machen Sie diese Erfahrung selbst: Kauen sie doch mal auf einer frischen Fenchelknolle – ein erfrischenderes Kauvergnügen für Mund und Zähne gibt es kaum. Nicht klein schneiden, einfach hineinbeißen und genießen, das Zerkleinern erledigen Ihre Zähne.

Wohlan – genießt den Frühling kauend und: KISS! (keep it simple, stupid!) 🙂



Und hier kaufe ich meine kostbaren Früchte:

 

 


Du willst Frische direkt vom Feld? Wir Urköstler nehmen den direkten Weg!

Nichts fürchten die Menschen so sehr wie ihren Tod, aber nichts üben sie mehr, als das Töten von Mensch und Tier.“
(Deutscher Naturforscher und Erfinder Alexander von Humboldt (1769 -1859))

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