KAUEN macht SPASS und hält Euch gesund!

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Willkommen, bienvenue, welcome im Blog der weltweit führenden Naturkostberaterin

 

Die Naturmethodik – der geniale und einfache Weg zu Schönheit, Fitness und Gesundheit.
Liebe Freunde,

wie schön, dass es auch jetzt immer noch draußen in der freien Natur so viel zu essen gibt, nicht?

Zum Beispiel Franzosenkraut:

Oder die jetzt wieder neue heraustreibende Goldnessel, die winterhart ist:


Der Ursalat – delikater Löwenzahn:

Immer noch üppig wuchernd – die Brennesseln:

Kommt ruhig ein bisschen näher, da gibt es was zu sehen – und zu kauen:

und noch näher …

Mit Brokkoli und Blumenkohl hat man gut zu kauen … und das macht Spaß!

Wer beißt nicht gerne in solch einen Apfel?

Prächtige Bäume, aber nur sehr wenige Früchte dieses Jahr. Wer sollte sie auch bestäuben??

Auch da haben die Zähnchen gut zu kauen:

Aus Steckrüben kann man auch tolle „Nudeln“ machen, auch hier freuen Eure Zähne sich:

Ach ja, zum Kauen erreichen mich immer wieder viele Zuschriften, eigentlich ist ja alles gesagt dazu und ich hoffe, dass diese klaren und einfachen Dingen mal von allen begriffen werden. Es geht nicht darum, dass ich euch nicht ab und zu euren Früchte- und Wildpflanzenbrei (neudeutsch:Smoothie) im Mixer gönne! Natürlich könnt ihr das machen – aber eben nicht ständig! Seid Euch einfach immer des rapiden Vitalstoffverlustes bewusst. Aber nicht „nur“ deswegen!

Ich schrieb es schon gefühlte tausendmal:

Gut gekaut ist halb verdaut

Überhaupt können wir unsere gute pflanzliche Frischkost Naturkost) dann viel besser verarbeiten und in ihrer ganzen Fülle in uns aufnehmen, wenn wir richtig kauen (und nicht wenn wir mixen, wie einige Verkaufsstrategen Euch weismachen wollen.

Sie machte die Smoothies weltberühmt und sah doch selber immer ein wenig ungesund und pummelig aus:

Schon der Volksmund sagt:

Gut gekaut ist halb verdaut!

Aber wie können wir die alten Fehler, die wir durch die Zivilisationskost von klein auf lernten, wenigstens bei unseren Kindern vermeiden?

Wie wir alle, musste auch ich als Kind meine Nahrung selten kauen. Denn oft gab es Püriertes wie Kartoffel/Karottenbrei („Gläschen“ gab es damals noch nicht) oder Apfelmus mit Pfannkuchen. Oder es gab Suppen in jeder Variation, darin war meine Mutter weltmeisterlich. Alles schmeckte nur zu gut, keine Frage. Aber gerade bei Wohlgeschmack neigen wir alle ausnahmslos zum Schlingen. Wie schnell sind Eiscreme, Torten und Puddings gierig heruntergeschlungen?

Meinem Kauvermögen tat dies sicherlich nicht gut, aber zu meinem Glück gab es auch oft Äpfel aus dem Garten und Mohrrüben vom Acker frisch in die Hand, sodass meine Kaufähigkeit nicht vollends verkümmerte und meine Zähne geschult wurden. Sie leisten mir immer noch sehr gute Dienste und sehen immer noch sehr manierlich aus. Aber ich bin ja auch erst 66 Jahre jung . 🙂  Und ich will sie noch viele Jahrzehnte lang behalten, schließlich möchte ich meinem Liebsten keine Zähne im Glas präsentieren! 🙂

Was nicht schwer fallen sollte, denn Wissenschaftler haben entdeckt, dass Zähne tausend Jahre alt werden könnten.

Kauen erhält unsere Zähne gesund – und nicht nur die!

Der Speichel hat vielfältige Aufgaben, er löst alle Speisen (bis auf Fleisch (!) – dafür fehlen uns Enzyme, wie die Fleischesser sie haben) wunderbar auf und verflüssigt sie in rasanter Zeit, sodass man sagen kann, dass die erste Stufe der Verdauung im Munde stattfindet.

Der Speichel eines gesunden Menschen mit artgerechter Kost vernichtet auch die schädlichen Bakterien im Mund, sodass das gründliche Kauen auch kariesverhütend wirkt.

Der Speichel reinigt die Zähne und neutralisiert zugeführte Säuren. Das könnt Ihr selber ausprobieren. Nehmt ein Stück Zitrone und kaut darauf herum, nach ein paar Kaubewegungen schmeckt sie nicht mehr sauer, sondern sehr angenehm.
Speichel (Saliva) enthält auch viele Mineralsalze, was auch wiederum gut für die Zähne und die Verdauung ist. Ein Kardinalfehler in der Ernährung von Menschen wird also von Anfang an gemacht, wenn Kindern nur (wie uns allen) Musig – Püriertes angeboten wird.

Auf das Kauen kommt es an!

Und auch das muss man erlernen. Die Aufgabe der Verdauung besteht darin, die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe aufzuspalten und somit die Aufnahme der Nährstoffe überhaupt erst optimal zu ermöglichen. Durch den Speichel und das gründliche Kauen wird die Nahrung bereits vorverdaut und das Sättigungsgefühl stellt sich früher ein. (Und das hält schlank und fit!)

Vom Speichel werden täglich ca. 1-1,5 Liter gebildet und in die Mundhöhle abgegeben.Die Verdauung der Kohlenhydrate, die bereits im Mund durch den Speichel beginnt, wird im Magen lediglich fortgesetzt. Der Magen produziert selbst keine kohlenhydratverdauenden Enzyme. Dieses wird durch ein komplexes Zusammenwirken physikalischer, chemischer und enzymatischer Prozesse gewährleistet, wiederum eines dieser Wunderwerke der Natur, die mich zum Staunen bringen, wenn ich mich damit beschäftige. Das kann keine Maschine so perfekt!

Die Wichtigkeit des gründlichen Kauens wurde durch die „Fletscher-Technik“ bekannt

Fletschern (auch Fletchern) ist eine besonders gründliche Kautechnik, die nach Horace Fletcher benannt ist. Auch der Arzt Franz Xaver Mayr war ein Anhänger dieser Methode.Vor einigen Jahren griff der Schauspieler Jürgen Schilling diese Idee in seinem Buch „Kau Dich gesund“ wieder auf.


Zunächst kleine Bissen nehmen und gut einspeicheln. Erst dann mit den Zähnen mindestens 40 bis 50 Kaubewegungen machen. Der Bissen muss vollständig zu Brei oder ganz flüssig werden. Die Kaubewegungen sollten – zumindest am Anfang – gezählt werden, um eine volle Konzentration aufs Essen zu gewährleisten und Ablenkung zu vermeiden.

Wichtig ist dabei: Konzentriert Euch voll auf das Kauen, lasst keine Ablenkungen oder Gespräche zu. Den kommunikativen Teil des Tages sollte man zu anderen Zeiten pflegen und nicht beim Essen!

Ernährungsphysiologisch bedeutet das, dass nur Flüssiges in den Verdauungstrakt gelangt und somit dem Magen nur aufbereitete Speisen zugeführt werden, was ihn immens entlastet. Und zwar auf natürlichem Wege – ohne Maschinen – ts ts ts

Und wisst Ihr was? Ich empfinde es als richtige Versündigung gegen die Natur, unsere herrlichen Lebensmittel in einen Mixer zu hauen und zur Unkenntlichkeit zu vermatschen:

Und wichtig:

Dr. Löckle schreibt „Die Mundverdauung ist der Zündkopf für unser Stoffwechselleben. Kauen macht krankheitsimmun. Die meisten Infektionskrankheiten entstehen durch Bakterien, die in die Mundhöhle gelangen und dort einen günstigen Nährboden finden. So hat man jetzt auch mit Bestimmtheit festgestellt, dass der Anfang des Gelenkrheumatismus meist eine Mandelentzündung ist.

“
Dazu noch ein paar Hintergründe, die interessant sind:

Dr. August von Borosini, der Übersetzer von Fletchers Kau-Studien, schreibt in „Die Esssucht und ihre Bekämpfung“:

„Ein Mensch, der fletchert ( also richtig kaut!), vor allem wenn er in seiner Jugend damit anfängt, wird wahrscheinlich eben so wenig Gelenkrheumatismus bekommen als andere Krankheiten, welche dasselbe Einfallstor haben, denn da sein Mundspeichel sehr viel reichlicher abgesondert wird, findet ständig ein Abwaschungsprozess statt, der ein Anhaften von Bakterien an den Rachenwandungen gar nicht gestattet. Außerdem gedeihen Bakterien überhaupt nicht auf gesundem Gewebe. Durch die perfekte Durcharbeitung der Speise im Mund und die darauf folgende vollkommene Verdauung und Assimilierung der Nahrung, ist es Bakterien, die mit der Nahrung in den Verdauungskanal gelangen, nicht möglich, weiter als bis zum Magen zu kommen, wo sie abgetötet werden. Krankheit ist die Verschmutzung unseres Systems“

Ansonsten ist bei rein pflanzlicher Frischkost nicht viel zu bedenken. Alles ist leicht und unkompliziert.

Einfach immer nach Appetit und Gusto speisen, immer WILDpflanzen zu jeder Mahlzeit essen – und dies nicht zu zimperlich und zu knapp –  und nie über das angenehme Sättigungsgefühl hinaus essen.

Dieses wiederum tritt, wie gesagt ,schneller ein, wenn alles gründlich mit den Wildpflanzen verkaut wird, weil die Oberfläche des Magens durch den zerkleinerten Brei viel schneller ausgefüllt wird und dadurch schneller das Sättigungssignal auslöst. Auch so hütet man sich vor dem Überessen, welches nicht nur zu unliebsamer Gewichtszunahme führt, sondern auch sonst nicht gut für unsere Gesundheit ist.

Fazit:

Der Mensch hat – im Gegensatz zu fleischfressenden Tieren – gut ausgebildete Speicheldrüsen. Der Speichel des Pflanzenessers Mensch hat vielfältige Aufgaben, er löst alle Speisen wunderbar auf und verflüssigt sie in rasanter Zeit, sodass die erste und wichtigste Stufe der Verdauung im Munde stattfindet.

Fleischesser hingegen verschlingen ihre Beute, sie haben weniger Speichelbildung, dafür viel mehr Magensäure, die bei Fleischfressern sehr viel Salzsäure enthält um das Fleisch zu verdauen und die bei uns Menschen etwa zehnmal geringer konzentriert ist.

Denkt selber weiter und erkennt den entscheidenden Unterschied zwischen dem Pflanzenesser Mensch und einem Fleischfresser.

Literatur:

• Horace Fletcher: Fletcherism: What it is or How I became young at sixty (1913)
• Jürgen Schilling: Kau dich gesund!
• August von Borosini: Die Esssucht und ihre Bekämpfung

 



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