- Allgemein (259)
- 8.9.2008: Zweiter Frühling in der Natur
- 31.8.2008: Was für ein GLÜCK!
- 29.8.2008: Urkost immer vegan und immer roh - etwas Besseres gibt es nicht!
- 22.8.2008: Nicht die Sonne, sondern Feuchtigkeitscremes verursachen Krebs!
- 21.8.2008: Immer froh und immer roh und immer fit und gesund!
- 15.8.2008: Die heilende Kraft der Sonne gerade auch zur VERHINDERUNG von Krebs
- 13.8.2008: Drups der Ölpalme - überraschend bezaubernd und nahrhaft von Orkos
- 11.8.2008: Fotos, die auch beglücken können
- 8.8.2008: Urkost - immer eine exzellente Wahl - sie gibt Kraft und Lebensfreude
- 4.8.2008: „Operation Gomorrha“ - ein Sommer vor 65 Jahren in Hamburg
Verfasser-Archiv
Zweiter Frühling in der Natur
8.9.2008 von Brigitte.
Hallo, Ihr lieben Leser,
jetzt haben wir doch noch ein paar schöne Sonnentage und ich genoss sie mit meinen Seminarteilnehmern am Wochenende im Wald:
Die Sonne treibt die Pflanzen zu einer zweiten Wachstumphase an und alles grünt so herrlich wie im Frühling. Es ist ein wahrer Segen, den die Natur da kostenlos für uns bereithält. Nutzt ihn - zu JEDER Mahlzeit.
Wiesenkerbel:
Breitwegerich:
Sauerklee:
Löwenzahn - besser als jeder Kultur-Salatkopf:
Würziger Beifuß - vergesst die gehaltvollenSamenknubbelchen nicht!
Giersch:
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Was für ein GLÜCK!
31.8.2008 von Brigitte.
Glück wird in der Philosophie als Bezeichnung für das Gefühl benutzt, in einem harmonischen Zustand vollkommener Befriedigung zu leben. Bei Aristoteles ist das Glück das letzte Handlungsziel des Menschen; diese These wird Eudämonismus genannt. Für den von Epikur vertretenden Hedonismus ist die Lust selber der Inhalt des Glücks. Immanuel Kant kritisierte Eudämonismus und Hedonismus gleichermaßen: Demgegenüber setzte er die Pflicht oder die Sittlichkeit als obersten Maßstab vollkommenen Glücks.
Und Hans Förstl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum rechts der Isar der TU München sagt über das Glück:
“Glück ist ein Zustand des geistigen und körperlichen Wohlbefindens, der aus der momentanen Situation, einer Hoffnung oder einer guten Idee entstehen kann. Das sind die Momente, in denen im Gehirn die für Glück zuständigen Systeme anspringen.
Und auf die Frage, ob man diese Region auch künstlich aktivieren könne, und wir dann immer glücklich wären antwortet er:
„O nein. Denn dazu benötigen Sie zum Beispiel Drogen, die süchtig machen und dabei rasch an beglückender Wirkung verlieren. Hinzu kommt, dass das Glücksbudget eines Menschen auf diese Weise schnell erschöpft ist, wenn das Glück nur darin besteht, sich sehr, sehr wohl zu fühlen. Wenn das Glück aber darin besteht, den Geist arbeiten und eine Vorfreude aufkeimen zu lassen, dann hat man viel länger was davon.“
Ich sehe das anders. Was für ein Glück wir doch alle haben (könnten. Nämlich das tiefe innere Gefühl, alles richtig zu machen, unseren Körper - und damit auch unseren Geist und unsere Seele! – richtig zu nähren und liebevoll zu gebrauchen. Alle Menschen könnten dieses schöne Gefühl haben, denn natürlich gibt es das Glück, welches immer währt. Und natürlich erreichen wir es nur ohne Drogen, denn diese machen uns krank.
Wenn wir unseren Körper mit unserer „Glücknahrung“, der rein pflanzlichen Urkost füttern, und – dies ist außerordentlich wichtig! – keine Leichen unseren Lebensweg pflastern, sondern wir allen Lebewesen wohlgesonnen sind, dann sind wir – einfach so! – glücklich. Und zwar für immer. Dazu tägliche Bewegung in der Natur, ein freundliches und liebevolles Gemüt für alle Lebewesen, das reicht schon, um wirklich glücklich zu sein. Dies sollte jeder ausprobieren, es funktioniert wirklich.
Man kann das Glück auch als eine Aneinanderreihung von “Glücksmomenten” sehen, denn je mehr Glücksmomente man durchlebt, oder je mehr man sie genießt, desto glücklicher ist man.
Mich macht es zum Beispiel glücklich, eine Frau zu sein und mich macht es glücklich, dass ich vier wundervollen Töchtern das Leben schenken durfte und sie begleiten darf auf ihrem persönlichen Weg zu glücklichen Frauen. Anders ausgedrückt: Mich macht es glücklich lieben und leben zu dürfen.
Und dieses Glück ist mehr als nur die Abwesenheit von Leid. Es ist aktives Glück, welches sich aus unseren Handlungen speist, nur der kann glücklich sein, der mit sich selbst und der Welt zufrieden ist und einfach zufrieden ist, mit dem was er hat, und sonst nichts will.
Ein Beispiel:
Ich betreibe seit fast sieben Jahren mit Hilfe von guten Freuden unser Urkostforum und es macht mich glücklich, damit so vielen Menschen schon geholfen zu haben.
Und die müssen sich bei mir natürlich dafür nicht bedanken, denn dies hieße, dieses Medium geradezu absurd falsch zu verstehen! Wenn man dieses Medium jedoch zur alleinigen Sinngebung seines Lebens hat, MUSS man zwangsläufig enttäuscht werden.
Im wirklichen Leben bekommt man Dank und liebe Worte und dies muss ausreichen, um dennoch im Internet weiterzumachen, denn es gibt keine schnellere und so viele Menschen erreichbare Kommunikation. Freut Euch also auf die nächsten 100 Jahre Urkostforum!
Es ist doch ein wirkliches Glück, anderen Menschen helfen zu können und ab und an auch mal ein Lächeln auf deren Gesicht verursacht zu haben.
In diesem Sinne euch allen einen schönen Sonntag – voller Glück und Sonnenschein!
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Urkost immer vegan und immer roh - etwas Besseres gibt es nicht!
29.8.2008 von Brigitte.
Ihr lieben Leser,
immer wieder erreichen mich begeisterte Zuschriften von Menschen, die endlich den Dreh raus haben und auf die Urmethodik umgestiegen sind.
Ein Lehrer, der kürzlich bei mir war, schrieb zum Beispiel:
Hallo Brigitte, ![]()
fahre zur Zeit jeden Tag mit dem Fahrrad in die Schule. Das tut gut und erfrischt. ![]()
Nächstes Wochenende werde ich mit einigen Gleichgesinnten eine Kräuterwanderung unternehmen. Habe mich von Deinem letzten Artikel inspirieren lassen.
Ergänze die von Dir gezeigten Übungen im Freien mit Aufbautraining mittels Gewichte.
Fühle mich ausgezeichnet und werde meinen Weg weiterbeschreiten.
Liebe Grüße
Darüber freue ich mich immer sehr, denn nur so, durch die Praxis, wird sich die gute Botschaft für alle durchsetzen - nicht durch’s Reden oder Schreiben.
Mein Haus ist immer voll mit Gästen und ich muss es immer mal wieder sagen, was für ein Glück ich habe, Euch alle kennenlernen zu dürfen. Menschen, die gegen den Strom der Zeit schwimmen, sind nämlich immer etwas ganz Besonderes, jeder auf seine Art.
Aber alle haben eines gemeinsam, unsere wunderbare Frischkost mit viel wildem Grün zu jeder Mahlzeit:
Auch die Kleinsten -immer viel draußen im bezauberndenWald:
Auch sie hat gut lachen, auch sie sieht dank Frischkost mit ihren 13 Jahren noch aus wie ein ganz junges Kätzchen:
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Nicht die Sonne, sondern Feuchtigkeitscremes verursachen Krebs!
22.8.2008 von Brigitte.
Liebe Leser,
es ist immer wieder interessant, wie Recht Franz Konz doch mit seinen Warnungen hat …
Mal abgesehen davon, dass es einfach nur erbärmlich ist, die armen Tiere für diese Tests zu missbrauchen, ist es auch wieder einmal sehr bezeichnend, dass man diese Versuche an Tieren macht und die Ergebnisse dann für „nicht übertragbar auf den Menschen“ erklärt.
Warum, zum Teufel, müssen die bedauernswerten Kreaturen dann so gequält werden?
“Forschungen mit Mäusen legen nahe, dass Feuchtigkeitscremes das Risiko des Entstehens von verbreiteten Formen von Hautkrebs erhöhen können. Der leitende Wissenschaftler Allan Conney betonte jedoch laut New Scientist, dass derzeit noch nicht nachgewiesen sei, dass diese Auswirkungen auch beim Menschen auftreten. Gemeinsam mit seinen Kollegen von der Rutgers University (http://www.rutgers.edu) entdeckte Conney zufällig, dass Feuchtigkeitscremes die karzinogenen Effekte von Schädigungen durch UV-Licht verstärken können. Eigentlich hatten die Forscher untersuchen wollen, wie Koffeinwerte das Entstehen von Hautkrebs beeinflussen. Anscheinend wurden dabei entsprechende Cremes als Trägersubstanz für das Koffein eingesetzt. Dabei zeigte sich jedoch eine völlig unerwartete karzinogene Aktivität. Details der Studie wurden im Journal of Investigative Dermatology http://www.nature.com/jid veröffentlicht.
Mehr dazu in der nächsten “Natürlich Leben!”
In der Sonne absolviere ich mein tägliches Training am liebsten:
Mehr auch darüber in der Oktoberausgabe von “Natürlich leben!”
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Immer froh und immer roh und immer fit und gesund!
21.8.2008 von Brigitte.
Oder einfach preisgünstig “in die Brombeeren gehen gehen”! Dazu Brennesselsamen und der Körper hat überreichlich, was er braucht!
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Die heilende Kraft der Sonne gerade auch zur VERHINDERUNG von Krebs
15.8.2008 von Brigitte.
Ei jei jei - das ist wirklich luschtig!
Selten so viele Protestmails bekommen, wie nach meinem letzen Eintrag.
Tja, das ist hart, das weiß ich, den Intelligenteren unter Euch schwant es, dass ihr wieder einmal nur veräppelt worden seid vom Amerikanische Dermatologen Verband (AAD) und unseren deutschen Nachplapperern,und nun fällt es schwer umzudenken, nicht?
Aber Ihr werdet es müssen, wenn Ihr gesunden wollt, genießt die Sonne, sie ist eines unserer kostenlosen Gesundmacher und Lebenselexiere!
Es gibt immer neue Beleg für die heilende Kraft der Sonne und die Schutzwirkung des Vitamins D3 vor verschiedenen Krebsformen. Das Buch “Schützendes Sonnenlicht” fasst die Erkenntnisse zusammen.
Eine medizinische Lehrmeinung gerät ins Wanken
Jahrzehnte lang riefen Hautärzte dazu auf, die Sonne möglichst zu meiden oder den Körper wenigstens mit Sonnencreme vor der UV-Strahlung zu schützen. Nun häufen sich die Indizien dafür, dass Sonneneinstrahlung - in Maßen genossen, (sobald es auf der Haut “kribbelt” in den Schatten gehen!) - dem Körper durchaus nutzt.
Denn Sonnenlicht regt die Bildung von Vitamin D an. Allein in den vergangenen drei Monaten erschienen vier Studien, die eine Schutzwirkung des Vitamins vor verschiedenen Krebsformen belegen -bei Lymphom, Prostatakrebs, Lungenkrebs und sogar Hautkrebs. Auch für eine präventive Wirkung gegen Darmkrebs gibt es Hinweise.
Sonne verhindert 30 mal so viele Krebstode wie sie verursacht
Der Mediziner Edward Giovannucci von der Universität Harvard hat Berechnungen aufgestellt, wonach auf jeden durch Sonneneinfluss verursachten Hautkrebs-Toten 30 Menschen kommen, die durch Vitamin D vor dem Krebstod bewahrt werden. Der Wissenschaftler ist überzeugt davon, dass Vitamin D der beste Schutz vor Tumoren überhaupt ist.
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Drups der Ölpalme - überraschend bezaubernd und nahrhaft von Orkos
13.8.2008 von Brigitte.
Also, Ihr lieben Leser, dass man von der reichhaltigen und inhaltsschweren Urkost (immer vegan und immer roh!) eine wunderbare Haut bekommt, habe ich ja schön ein oder zweimal
hier geschrieben, gell?
Ich persönlich bin meine Sonnenallergie losgeworden und erfreue mich im Sommer an meiner schönen Bräune, die ohne jedes “Sonnenschutzmittel” auskommt.
Schaut selber: Sommerlich braun - kurz vor einem Opernabend im Freien:
Drups der Ölpalme ( reich an Vitamin A- und Kalzium. 100 g beihalten u.a. 82 mg Kalzium und 42,420 ug ß-Carotine (liefern Vit. A!). mit Datteln und Wildpflanzen. Wie gesagt: Sonnenschutz von innen!
Und DER Pausenschnack und Kraftspender vor dem Muskelaufbautraining schlechthin. POWER PUR.
Wer da noch an der Güte unserer Urnahrung Zweifel hegt, dem ist einfach nicht zu helfen, gell?
Und immer dran denken:
“Wenn du sehr heftig kritisiert wirst, musst du irgendetwas richtig machen …
… denn man greift nur den an, der den Ball hat!” (Bruce Lee)
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Fotos, die auch beglücken können
11.8.2008 von Brigitte.
Zwei besonders liebe Leserbriefe erfreuen heute mein Herz:
“hab deine letzten fotos im tb gesehen - mich wundert da wirklich nix, wenn die leute zu dir sagen - “na sie sind ja auch eine von den besonders jungen großmüttern.” (dein wortlaut irgendwann mal)… du siehst echt klasse aus - das baut mich immer auf, wenn ich zwischen den ganzen degenerierten mac-doof-menschen herumsteige und mir sag, es gibt noch einen anderen weg! ohne zipperlein und der angst mit zunehmenden alter immer gebrechlicher zu werden!!
franz konz mag ja ein eigenwilliger sein, aber da wo er mit über 80 steht, sollen doch die meisten erst mal hinkommen.”
Und ein anderer schrieb mir:
“… deine fotos waren immer sehr schön und aufbauend für mich, aber das wirklich gute ist, dass du in wirklichkeit noch besser aussiehst, denn was die fotos nicht wiedergeben können, liegt in deiner persönlichkeit, deine vitalität, deine lebensfreude, deine liebe zur natur sind wirklich einmalig und waren unglaublich inspirierend für mich.
ich habe mich wirklich sehr gefreut, dich endlich mal persönlich beim seminar kennen zu lernen.[…] hab dank für alles, besonders für deinen Einsatz für unsere Mitgeschöpfe.
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Urkost - immer eine exzellente Wahl - sie gibt Kraft und Lebensfreude
8.8.2008 von Brigitte.
Schöne Tage sind das, auch wenn sie wettermäßig ein wenig wechselhaft sind, aber wenigstens ist es warm!
Nette Seminargäste erhellen meine Tage, nette e-mails ebenso. Es tut sich was!
WIR werden immer mehr und ich denke, dass die Vernunft am Ende immer siegen wird.
Unsere Treffen sind zahlreich und außerordentlich gut besucht, wie man am Feriencamp mit Sonja wieder gesehen hat und selbst die Hardcore-Instinktos wie Elke, Tobias und Angelika entdecken die Wildpflanzen als “MUSS”. Ich freue mich, dass unsere Botschaft so erfolgreich ist. Eine dieser ehemaligen Fleischesserinnen schrieb mir gerade per Mail:
“Liebe Brigitte, habe hundertmal Dank dafür, dass du immer so hartnäckig bist, endlich kapiere ich, dass du recht hast, denn das Fleisch/Fisch/Eieressen ist wirklich überflüssig, wenn man die Urkost richtig durchführt. Danke für Kissl. und für alles.”
So etwas freut mich sehr und ich denke, es ist Zeit, mit den Instinktos Frieden zu schließen! Die meisten sind doch wirklich sehr vernünftig und Gestalten wie dieser Berliner mit seinem lügnerischen Fleisch-Pathos werden ja selbst in den Instinkto-Kreisen mit übergroßer Skepsis aufgenommen.
Ich werde jedenfalls bald mal auf Schloss Montramé ein Urkostseminar inklusive Urtraining etc. abhalten, die gute Botschaft muss doch überall verbreitet werden, wie ich denke. Was meint Ihr dazu?
Und damit alle sehen, wie groß und stark man mit reiner Urkost wird, hier wieder ein paar Bilder, weil sie mehr als tausend Worte sagen!
Er lernt es gerade:
Immer eine gute (Aus)wahl:
Wächst immer wieder neu und frisch, die Knoblauchrauke.
Davon kriegt man solche Muckis (na ja, plus Hanteltraining natürlich!
)
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„Operation Gomorrha“ - ein Sommer vor 65 Jahren in Hamburg
4.8.2008 von Brigitte.
Oder:
Vom Irrsinn menschlichen Handelns
Heute, am 4. August, ist mein kleiner, aber wunderschöner Urlaub zu Ende. Etwas mehr als zehn sonnenheiße Tage im Jahre 2008.
Es hat Tradition bei mir, dass ich mich im Urlaub mit Dingen beschäftige, für die im Alltag keine Zeit da ist.
Als ich vor einiger Zeit durch Hamburg radelte, wurden mir die merkwürdigen architektonischen Stilbrüche mal wieder bewusst, auch die großen, immer noch klaffenden Lücken im Stadtbild fielen mir auf. Und ich erinnerte mich an die Erzählungen meiner Mutter, die als junges Mädchen gerade zu der Zeit in Hamburg zu Besuch war.
Zehn Schreckenstage im Sommer 1943.
Heute vor genau 65 Jahren, am 4. August 1943, stoppte der Bombenterror auf Hamburg für eine Weile. Vom 24. Juli bis 3. August 1943 warfen 2592 britische und 146 amerikanische Bomber 8650 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf Hamburg. 47 854 Menschen, darunter rund 22 500 Frauen und 7000 Kinder, kommen in der Flammenhölle um.
Josef Nyary schreibt:
„Zahlreiche Veranstaltungen erinnern diese Woche an den Hamburger Jahrestag des Todes, der Vernichtung. „Leichen hockten auf Resten von Treppenstufen, saßen an verkohlte Bäume gelehnt, lagen mit hilfeheischend ausgestreckten Armen auf dem Pflaster. Viele hatte die Glut in irrsinnige Stellungen gezwungen. Aufgerissene Münder, hervorgequollene Augen… Dort eine Mutter, an jeder Hand ein Kind. Dort der Soldat mit den verkohlten Stümpfen der Beine, die Frau mit dem zerrissenen Leib, auf dem in blauen Trauben die Fliegen saßen …“ Entsetzlichen Szenen, die so im damaligen Lagebericht der Polizei beschrieben sind.
Über zwanzig Quadratkilometer dichtbesiedeltes Stadtgebiet brennen lichterloh. Im Zentrum wüten Heißluftwirbel von 800 Grad. Hunderttausende rennen um ihr Leben. Faustgroße Funken treiben Verzweifelten in die Fleete. Feuerwehren aus Lübeck, Kiel, Bremen und Berlin eilen der todwunden Stadt zu Hilfe.
Der Feuerorkan wirft Löschfahrzeuge um, reißt Kinder von der Hand der Eltern, schleudert meterdicke Baumstämme als glühende Geschosse durch das Chaos. Die meisten Leichen, die später geborgen werden, sind geschwärzt und auf die Hälfte ihrer Größe geschrumpft.
Aus eingestürzten Kirchtürmen fließt das Metall der Glocken in den siedenden Asphalt. Durch das Tosen klingt das Gebrüll der Raubtiere bei „Hagenbeck“. Sie verbrennen, lange bevor die Eisenstäbe ihrer Käfige schmelzen. Schutzräume werden zu Todesfallen: „Es wird keiner Phantasie jemals gelingen, die Szenen des Grauens zu ermessen, die sich in verschütteten LS-Räumen abgespielt haben.“
Soldaten erschießen sich. Auf den Trümmern singt ein irrsinnig gewordenes Mädchen tanzend „Heimat deine Sterne“, bis es als Feuersäule verglüht.
In Hammerbrook lebten 27 440 Menschen, nach den Angriffen sind es noch 66.“
Fotos der Hölle
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