Die Naturmethodik

Liebe Leser,

die Urmethodik (ich nenne sie jetzt Naturmethodik, weil dies treffender ist) wurde nicht von den Menschen ersonnen, sie wurde uns von der Natur geschenkt. Sie versorgt uns mit allem, was wir zu einem gesunden Leben brauchen. Sie bietet uns die perfekte Nahrung an. Das erste wirkliche »Fast Food« stammt von Mutter Natur. Wir müssen es nur noch im wahrsten Sinne des Wortes annehmen. Der Elefant tut es, das Nashorn tut es, der Spatz tut es – warum tun wir es nicht auch ? Der Büchermarkt zeigt es: Tiere essen ist out – anständig essen ist in. Da wird vorgeschlagen, auf Zeit (fast) vegan zu leben oder einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten. Nun denn – wenn es dem Einstieg dient !
In Urkost. Besser essen – besser leben“ schildere ich auch meinen persönlichen Weg zur und mit der Naturkost und all die Erfahrungen, die ich dabei machen durfte.

Ich habe schon vor rund 25 Jahren begriffen, dass ich nicht auf die gewohnte Art und Weise weiterleben mochte und konnte. Ich wollte weg vom abendlichen Gläschen Wein, weg vom Nikotin, das mich so viele Jahre fest im Griff hatte, und weg von einer Kost, die mir gesundheitliche Nachteile und schwere Geburten eingebracht hatte – ich wollte (endlich !) natürlich leben und essen. Ich sah es als meine Chance, mein Leben zum Guten zu wenden. Und ich irrte mich nicht. Auch davon soll dieses Buch handeln. Ich lade alle Leser dieses BLOGS ein, diesem wunderbaren Lebensstil zu folgen, weil es für uns Menschen nichts Besseres gibt und weil es den Tieren nützt.

Die Natur gab es schon lange, bevor wir Menschen kamen, sie musste nur wiederentdeckt werden. Ich möchte meine Erfahrungen, die ich in den letzten fast 25 Jahren sammeln konnte, an Sie weitergeben; Sie ermutigen, mir auf diesem Weg zu folgen, denn: Es gibt keinen besseren. Nicht jeder muss das naturköstliche Rad neu erfinden, ich bitte Sie, mir zu vertrauen.

Freuen Sie sich darauf: Gute, unveränderte, naturgemäße, pflanzliche Frischkosternährung (Naturkost) und tägliche Bewegung in der (möglichst) sonnigen, vom Menschen unbeeinträchtigten Natur sind unerlässlich. Ein Leben mit schönen Liebesgefühlen –-  die sich nicht nur auf die Sexualität beschränken! –  –, sondern auch auf die Liebe zur Natur, zu Pflanzen, Tieren – und zu den Menschen, also: auf »alles, was ist« !

Das klingt Ihnen zu einfach ? Ist es auch, denn alles Wahre und Schöne auf dieser Welt ist einfach. Auf viele solche einfache Wahrheiten werden Sie  treffen. Dennoch: Hören Sie niemals ausschließlich auf einzelne Menschen (auch nicht auf mich !).

Alle Menschen sind fehlbar. Und vertrauen Sie der Gemeinschaft ungesund lebender Wissenschaftler, die nur ihr Teilgebiet kennen, auch nicht blind ! Beginnen Sie, selbst zu denken. Hören Sie einfach darauf, was die Natur Ihnen zu sagen hat, in ihrem immerwährenden und gleichlautenden Rhythmus – und hören Sie auf Ihr Herz. Mir ist bewusst, wie schwer es manchmal ist, die hier im BLOG und meinem Buch dargelegten Grundsätze zu befolgen.

Einerseits ist da der eigene Gaumenkitzel, andererseits die kontinuierliche Berieselung durch die Medien. Schlimmer ist allerdings noch der erhobene Zeigefinger einiger Ärzte und Ernährungswissenschaftler, die vor »einseitiger Kost« und »Mangelernährung« warnen. Besonders in Deutschland – anders als in den USA und Kanada – will niemand zugeben, dass pflanzliche Nahrung für uns Menschen die beste ist, und das zu jeder Zeit – im Frühling, Sommer, Herbst und im Winter – unseres Lebens. Vertrauen Sie darauf: Der Mensch ist als Naturköstler erschaffen !

Anfang November 2010 war zu lesen, dass Wissenschaftler zu ihrer eigenen Überraschung herausgefunden hatten, dass die Menschen vor 2,5 Millionen bis 12.500 Jahren eine kohlehydrat- und energiereiche rein pflanzliche Nahrung zu sich nahmen. Wir wissen, dass unser westlicher Lebensstil unsere Mitwelt nachhaltig schädigt, das haben auch hervorragende Wissenschaftler längst erkannt. Diese Erkenntnisse gilt es zu nutzen, sie sollten nicht in irgendwelchen Schubladen verstauben.

Mein tiefster Wunsch aber, der Motor meiner gesamten Arbeit in den letzten Jahren ist es, das Los der Tiere, die so lieblos »Nutztiere« oder »Versuchstiere« genannt werden, nachhaltig zum Guten zu wenden. Sie können sich selbst nicht helfen, sie brauchen uns und unsere Stimme, unser verändertes Bewusstsein und unseren neuen Lebensstil. Es geht um eine gemeinsame Welt, in der alle mit sich, mit anderen und mit der Natur in Einklang sind – das bedeutet eine Überwindung der gegenwärtigen Unterdrückung und Missachtung der Mitbewohner unseres Planeten.

Emile Zola fasste es in die folgenden Worte: „Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen. Sie ist unlöslich verknüpft mit der Sache des Menschen, und zwar in einem Maße, dass jede Verbesserung in unserer Beziehung zur Tierwelt unfehlbar ein Fortschritt auf dem Wege zum menschlichen Glück bedeuten muss.“

Was »Verbesserung« bedeutet, was Essen mit Vitalität und Schönheit zu tun hat und wie wir uns jeden Tag leistungsfähig, gesund und jung, ja, mit 65 Jahren besser als mit zwanzig oder dreißig fühlen können – auch davon handelt dieser BLOG, meine Kurse und mein Buch: „Urkost. Besser essen – besser leben“. Es hat viel mit der Verantwortung zu tun, die wir für unsere Mitwelt und Mitgeschöpfe haben, und mit Eigenverantwortung – die ureigene Verantwortung für unser eigenes Leben.

Als Mutter von vier Töchtern und Großmutter von vier Enkeln, liegt mir das natürliche Aufwachsen von Kindern besonders am Herzen, das wird Ihnen beim Lesen nicht entgehen.
Brigitte Rondholz (Naturkostberaterin)